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Delmenhorst : Pfleger könnte mehr als 100 Patienten getötet haben

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Niels H. am 11. September 2014 im Landgericht Oldenburg Bild: dpa

Ein Intensivpfleger aus Delmenhorst soll Patienten Medikamente in tödlicher Dosierung gespritzt haben. Bislang ging die Staatsanwaltschaft von fünf Opfern aus. Doch es könnten sehr viel mehr sein.

          Die Ermittlungen gegen einen Krankenpfleger aus Delmenhorst werden ausgeweitet. Niels H. sitzt wegen versuchten Mordes in Haft. Derzeit muss sich der 38 Jahre alte Intensivpfleger wegen des Vorwurfs des fünffachen Mordes vor dem Landgericht Oldenburg verantworten, weil er im Klinikum Delmenhorst Patienten Medikamente in tödlicher Dosierung gespritzt haben soll. Am Mittwoch teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft nun mit, dass inzwischen in weiteren Todesfällen ermittelt werde. Es könnten mehr als 100 Fälle sein, sagte der Sprecher.

          Ein Sachverständiger soll nun für die Dienstzeiten des Angeklagten alle Todesfälle im Klinikum von März 2003 bis Juni 2005 untersuchen. Die Staatsanwaltschaft hat auch Hinweise aus der Haftanstalt erhalten: Einem Mithäftling, der früher Polizist war, hat Niels H. angeblich gesagt, er sei „wohl der größte Serienmörder der Nachkriegsgeschichte“.

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