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Prozess um Körperverletzung : Freispruch für Rapper „Kollegah“

  • Aktualisiert am

Freigesprochen: Jurastudent Felix B. Bild: dpa

Der Rapper „Kollegah“, der wegen gefährlicher Körperverletzung nach einem Auftritt vor Gericht stand, ist freigesprochen worden. Er hatte sich als Opfer einer Schlägerei gesehen.

          Der Jurastudent Felix B., der sich unter dem Künstlernamen „Kollegah“ als Rapper verdingt, ist vom Amtsgericht Laufen (Bayern) am Mittwoch nach zwei Prozesstagen mangels Beweisen vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen worden. Der 30 Jahre alte Angeklagte soll zwei Männer nach einem Auftritt zusammengeschlagen haben. „Die Hauptverhandlung hat keinen ausreichenden Schuldnachweis erbracht“, sagte der Vorsitzende Richter. Zwar habe der Rapper zugeschlagen, es könnte aber Notwehr gewesen sein.

          Die Staatsanwaltschaft hatte den Jurastudenten im Frühjahr wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Sie war überzeugt davon, dass der Sänger Ende Juni 2013 einen Discobesucher nach einem Auftritt in Freilassing niederschlug und dessen zu Hilfe eilendem Bekannten das Nasenbein brach.

          „Es war Notwehr“

          Die Staatsanwältin hatte eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren ohne Bewährung gefordert, der Verteidiger auf Freispruch plädiert. Die Staatsanwältin kündigte an, gegen den Freispruch in Berufung zu gehen. Gegen die beiden Mitangeklagten – der Backgroundsänger des Künstlers und sein Bodyguard – war das Verfahren zu Prozessbeginn vor gut zwei Wochen wegen geringer Schuld eingestellt worden.

          „Kollegah“ präsentierte im Prozess sechs Zeugen, die alle gesehen haben wollen, wie der Rapper von den beiden Männern und drei weiteren Discobesuchern getreten wurde. „Es war reine Notwehr“, beteuerte der Dreißigjährige vor Gericht. „Ich wurde angegriffen und musste mich verteidigen.

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