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Opfer bei Onlinespiel gefunden : Koch muss nach Missbrauch in Psychiatrie

  • -Aktualisiert am

Der Angeklagte, ein 35 Jahre alter Koch, hält sich am Freitag vor Gericht in Düsseldorf einen Aktenordner vors Gesicht. Bild: dpa

Nach mehreren Tagen wird ein Junge aus der Schweiz aus einem Haus in Düsseldorf befreit. Der Mann, der ihn dort hingelockt und missbraucht hat, muss jetzt in eine geschlossene Psychiatrie.

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          Das Landgericht Düsseldorf hat am Freitag einen 35 Jahre alten Mann wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Jungen aus der Schweiz zu fünf Jahren Haft verurteilt. Zudem wird der gelernte Koch auf unbefristete Zeit in eine geschlossene psychiatrische Anstalt eingewiesen.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Es handelt sich um einen Fall von „Cyber-Grooming“, wie Ermittler die Umtriebe von Pädo-Kriminellen im Internet nennen. Der Mann hatte den zwölf Jahre alten Paul in dem harmlosen 3D-Onlinespiel Minecraft kennengelernt und in seiner Funktion als Administrator mit Vergünstigungen bedacht. Im Chat kamen die beiden ins Gespräch miteinander. Im Juni fuhr der Mann schließlich in die Schweiz, um den Jungen zu überreden, mit ihm nach Düsseldorf zu kommen.

          Bei der Suche nach dem vermissten Kind untersuchte die Schweizer Polizei auch dessen Computer und stieß dabei auf die Internet-IP-Adresse des Düsseldorfers. Acht Tage nach seinem Verschwinden konnte die Polizei Paul dann aus der Düsseldorfer Wohnung des Kochs befreien. Dabei stießen die Beamten auch auf Tausende kinderpornografische Fotos und Videos.

          Der Prozess fand zum Schutz des Opfers unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Mann hatte bereits in der Untersuchungshaft ein Geständnis abgelegt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch gegen ihn, weil ihn weitere mutmaßliche Opfer belastet haben.

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