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Notruf gewählt : Kinder inszenieren angeblichen Amoklauf in Kiel

  • Aktualisiert am

Eine Telefonzelle in der Innenstadt (Symbolbild) Bild: Helmut Fricke

An einer Telefonzelle wählen mehrere Jugendliche den Polizeinotruf und spielen ein Video mit Schussgeräuschen ab. Eine Streife in der Nähe macht die Gruppe schnell ausfindig und verhindert so einen Großeinsatz.

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          Mehrere Kinder und Jugendliche haben im schleswig-holsteinischen Kiel den Notruf gewählt, um einen angeblichen Amoklauf zu inszeniert, und damit beinahe einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Wie die Polizei am Dienstag berichtete, wählten die vier Jungen im Alter von 13 bis 15 Jahren am Sonntag aus einer Telefonzelle die Notrufnummer 110. Sie spielten dabei ein Smartphonevideo mit Schussgeräuschen ab und simulierten menschliche Schreie.

          Laut Polizei mussten die Beamten in der Kieler Einsatzzentrale von einem Ernstfall ausgehen, diese trafen deshalb bereits Vorbereitungen für einen Großeinsatz in der Innenstadt. Allerdings befand sich zufällig ein Streifenwagen ganz in der Nähe der Telefonzelle. Die Besatzung klärte die Lage schnell und machte die Gruppe ausfindig.

          Die zwei strafunmündigen Kinder und die zwei Jugendlichen wurden zu einem „erzieherischen Gespräch“ im Beisein ihrer Eltern auf ein Polizeirevier gebracht, wie die Behörde mitteilte. Sie leiteten außerdem Anzeigen unter anderem wegen Missbrauchs von Notrufen sowie des Vortäuschens von Straftaten ein. Die Eltern der Anrufer müssen außerdem die Kosten des Polizeieinsatzes zahlen.

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