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Internationale Fahndung : Wo ist der Kettensägen-Angreifer von Schaffhausen?

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Der 50 Jahre alte Mann, der am Montag Mitarbeiter einer Versicherung mit einer Kettensäge angriff, ist weiter auf der Flucht. Womöglich hält er sich an der deutschen Grenze auf.

          Die Polizei in Schaffhausen fahndet mit Spürhunden nach dem Kettensägen-Angreifer. Der 50 Jahre alte Franz W. sei international zur Fahndung ausgeschrieben worden, berichtete die Polizei am Dienstag. Über Nacht sei nichts Gravierendes passiert, hieß es weiter. Die Polizei hält den Täter weiter für gefährlich. Möglicherweise ist er noch bewaffnet.

          Ein Sprecher des Freiburger Polizeipräsidiums sagte am Dienstagmorgen, dass man auch auf deutscher Seite möglichen Hinweisen aus der Bevölkerung nachgehe. „Diese sind aber nur sehr spärlich.“ Nach Auskunft des Lagezentrums des baden-württembergischen Innenministeriums gibt es derzeit keine Anhaltspunkte, dass der Gesuchte die Grenze überschritten hat. 

          Der 50-jährige Schweizer war am Montagmorgen in Schaffhausen in das Büro einer Krankenkasse eingedrungen und hatte zwei Mitarbeiter mit einer Kettensäge verletzt, einen von ihnen schwer. Er habe die Krankenkasse gezielt aufgesucht, so die Polizei. Der Schwerverletzte sei nicht in Lebensgefahr. Nach der Tat floh er mit einem weißen VW Caddy. Diesen hat die Polizei bereits verlassen aufgefunden und sichergestellt.

          Der Angreifer hat laut Polizei keinen Wohnsitz. Er hielt sich in den vergangenen Wochen vorwiegend in Wäldern im schweizerisch-deutschen Grenzgebiet auf. Die Polizei beschreibt den Gesuchten als 186 cm groß, mit kurzen braunen Haaren und Stirnglatze. Unmittelbar vor der Tat trug er eine grüne Windjacke und schwarze Hosen. Franz W. führte eine schwarze Tasche, ähnlich wie ein Abfallsack, mit sich, in welcher sich wahrscheinlich die Motorsäge befand. Zudem hatte er einen olivgrünen Rucksack und eine weiße Umhängetasche dabei. Der Mann ist wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz mehrfach vorbestraft. Personen, die den Gesuchten sichten, sollten ihm ausweichen, so die Polizei.

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