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Karnevalsauftakt in Köln : 50.000 Menschen in den Feierzonen

  • Aktualisiert am

Jecken feiern im 2G-Bereich um den Zülpicher Platz in Köln den Auftakt der Karnevalssaison. Bild: dpa

Fotos der dicht bevölkerten Zülpicher Straße während der Feiern zum 11.11 sorgen für Kritik. Oberbürgermeisterin Henriette Reker verteidigt die Feiern. Die Polizei spricht von einer insgesamt ruhigen Nacht.

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          In den abgesperrten Feierzonen der Kölner Altstadt und in der Zülpicher Straße sind nach einer Schätzung der Stadt am Donnerstag insgesamt etwa 50.000 Menschen zusammengekommen. Darin eingeschlossen seien die Außenbereiche und die Gastronomie in den Zonen, sagte am Freitag ein Sprecher der Stadt. „Das ist ein Rheinenergiestadion“, erläuterte er mit Blick auf die Kapazität des Kölner Fußballstadions. „Im Rheinenergiestadion ist 2 G, und wir hatten auch 2 G.“ Am späteren Donnerstagabend habe sich mit Ende des Bühnenprogramms der Schwerpunkt lokal dann etwas verlagert. „Es war eine insgesamt ruhige Nacht“, betonte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen.

          Bilder und Videos von der dicht bevölkerten Zülpicher Straße während der Karnevalsfeiern zum 11.11. hatten am Donnerstag in den sozialen Netzwerken heftige Kritik ausgelöst. Es sei unverantwortlich, trotz der hohen Corona-Inzidenzen derart eng beieinander zu feiern, war der Vorwurf. Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hatte die Regelungen jedoch mit dem Hinweis verteidigt, dass nur Geimpfte und Genesene zugelassen worden seien.

          „Für die Kölner gehört der Karneval fest zum Leben“

          Auch Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hält die Karnevalfeiern angesichts der Corona-Impfungen und 2G-Veranstaltungen in den rheinischen Hochburgen für vertretbar. „Wir wollen den Karneval nicht verbieten“, sagte Laumann am Freitag in Düsseldorf. Der Unterschied zur Session des Vorjahres sei, dass 85 Prozent der Menschen über 18 Jahre geimpft seien. Auch die Auffrischungsimpfungen kämen voran. Außerdem seien 2G-Veranstaltungen möglich.

          Der Kölner Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn hat ebenfalls eine positive Bilanz gezogen.  „Insgesamt ist der Sessionsauftakt in Köln ruhiger gelaufen als in normalen Jahren, auch Dank strenger Kontrollen und Zulassungsbeschränkungen bei den Veranstaltungen unser Mitgliedsgesellschaften“, sagte Kuckelkorn am Freitag. „Für die Kölner gehört der Karneval fest zum Leben und das Bedürfnis danach war groß. Deshalb müssen wir einen Tag wie den 11.11. so gut wie möglich organisieren, weil sonst Eskalationen drohen. Ich denke, das ist weitgehend gelungen.“ Sicherlich sei es nun die Aufgabe des Festkomitees Kölner Karneval, das Geschehen zu analysieren und daraus Schlüsse zu ziehen.

          Rund 110 Strafanzeigen

          Die Kölner Polizei nahm zu Beginn der Karnevalssaison rund 110 Strafanzeigen auf. „Wir hatten alles dabei – Körperverletzung, Taschendiebstähle, Sachbeschädigung, Widerstand“, sagte der Polizeisprecher. Vereinzelt sei es auch um „Sexualdelikte im niedrigschwelligen Bereich“ gegangen.

          32 Personen wurden nach vorläufiger Bilanz in Polizeigewahrsam genommen – überwiegend habe es sich um Betrunkene gehandelt. Drei Personen habe man vorläufig festgenommen, berichtete der Sprecher. Die Zahlen seien im Vergleich zu anderen Jahren nicht auffällig. Die Polizei war mit rund 1000 Kräften im Einsatz.

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