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Rockerkriminalität : Erschossen und zerstückelt – zwei weitere Festnahmen im Fall Kai M.

Zwei weitere Tatverdächtige zu einem Mord im Rocker-Milieu verhaftet. (Archivbild) Bild: dpa

Kai M. wurde vor bald acht Jahren mutmaßlich von den eigenen Vereinsfreunden ermordet. Nun nimmt die Polizei weitere Tatverdächtige fest.

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          Im Mordfall des Rockers Kai M. hat die Polizei am Dienstag in Mönchengladbach zwei weitere Tatverdächtige festgenommen. Einem dritten wurde in der Justizvollzugsanstalt Willich, wo er eine Gefängnisstrafe absitzt, ein Haftbefehl eröffnet. Die drei Männer sind nach Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft Mitglieder der Rockergruppierung Hells Angels und sollen nach der Ermordung von Kai M. an der Beseitigung der Tatwaffe und des Leichnams beteiligt gewesen sein.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          In dem Fall gab die Polizei am Dienstag weitere Ermittlungsdetails bekannt. Demnach war der Leichnam seinerzeit in einem Autoanhänger von Mönchengladbach nach Duisburg und weiter ins Ruhrgebiet transportiert worden. Anfang 2014 fand ein Angler im Rhein bei Duisburg einen auffällig tätowierten Arm, der eindeutig M. zugeordnet werden konnte. Später waren weitere Körperteile ans Rheinufer gespült worden.

          Bereits Anfang September war in Mönchengladbach ein 42 Jahre alter Mann festgenommen worden, der an der Zerstückelung und Beseitigung des ermordeten Rockers beteiligt gewesen sein soll. Ermordet haben sollen M. ein 34 Jahre alter Mann (der aktuell ebenfalls wegen einer anderen Sache im Gefängnis sitzt) und ein 33 Jahre alter Mann, der sich ins Ausland abgesetzt hat und nach dem mit internationalem Haftbefehl gesucht wird. Die Hells Angels sollen Kai M. verdächtigt haben, im damaligen Rockerkrieg Geheimnisse ihres Klubs an die Ermittler verraten zu haben.

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