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Gutachten : Im Fall Alessio hat das Jugendamt Fehler gemacht

Der Angeklagte wird zur Verhandlung in den Gerichtssaal des Landgerichts Freiburg geführt. (Archiv-Foto) Bild: dpa

Vor rund einem Jahr starb der kleine Alessio an den Folgen schwerer Misshandlung. Nun kommt ein Gutachten zu dem Schluss: Das Jugendamt hat die Lage falsch eingeschätzt.

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          Ein Gutachten des Deutschen Jugendinstituts (DJI) über die Umstände, die zum Tod des drei Jahre alten Alessio in Lenzkirch führten, hat Schwächen bei der Abwicklung von Jugendhilfefällen im Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald aufgedeckt.

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Das geht aus dem Abschlussbericht der Gutachter hervor. Darin wird empfohlen, die Kooperation zwischen dem Jugendamt einerseits sowie Kinder- und Jugendmedizinern andererseits zu intensivieren. Ziel des Jugendamtes müsse es sein, Fälle schwerer Misshandlung besser und früher einzuschätzen.

          Trotz Warnungen beim Stiefvater gelassen

          Alessio war am 16. Januar 2015 in einer Kinderarztpraxis in Titisee-Neustadt an den Folgen der schweren Misshandlungen gestorben, die ihm von seinem Stiefvater zugefügt worden waren. Im Oktober 2015 hatte das Freiburger Landgericht den 33 Jahre alten Landwirt wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt.

          Trotz mehrfacher Warnungen von Kinderärzten und der Universitätsklinik Freiburg hatte sich das Landratsamt gegen eine Inobhutnahme des Jungen entschieden und ihn allein bei seinem Stiefvater leben lassen.

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