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In Deutschland : Jeder Vierte ist schon Opfer von Internet-Kriminalität geworden

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Verbrecher passten sich der neuen Realität in der Corona-Krise schnell an. Bild: dpa

Vor allem der Betrug beim Online-Shopping hat in Deutschland zugenommen. Die wachsende Internet-Kriminalität hat auch mit dem Digitalisierungsschub zu tun, der von der Corona-Pandemie ausgelöst wurde.

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          Jeder Vierte in Deutschland ist schon Opfer von Internet-Kriminalität geworden. Das geht aus dem Digitalbarometer 2020 hervor, einer jährlichen Bürgerbefragung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) zur Sicherheit im Netz. Besonders nahm im Vergleich zum Vorjahr demnach der Betrug beim Online-Shopping zu.

          Die wachsende Internet-Kriminalität habe auch mit dem Digitalisierungsschub zu tun, der von der Corona-Pandemie ausgelöst worden sei, sagte Gerhard Schabhüser, der Vize-Präsident des BSI, bei der Vorstellung der Studie am Montag in Berlin. Verbrecher passten sich der neuen Realität schnell an. So habe es auch vielfach Betrugsversuche im Zusammenhang mit der Vergabe von Fördermitteln in der Corona-Krise gegeben, sagte die Vorsitzende von ProPK, Stefanie Hinz.

          Trotz steigender Kriminalitätsraten achtet laut der Umfrage nur jeder Zehnte bewusst auf entsprechende Sicherheitsmaßnahmen. Zehn Prozent ergreifen überhaupt keine Maßnahmen, um sich im Netz zu schützen. Das sei wie Autofahren ohne Anschnallen oder Bahnfahren ohne Maske, sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass die Nutzer hier noch mehr Orientierung brauchten.

          Das diesjährige Digitalbarometer legt einen besonderen Fokus auf den Umgang mit problematischen Inhalten im Netz. Vor allem die Verbreitung von Kinderpornographie habe deutlich zugenommen, so Hintz. Die Hälfte der Befragten gab an, sie würde kinderpornographische Inhalte aus Chatgruppen anzeigen. Fast ein Fünftel aber würde die Inhalte nur löschen und keine weiteren Maßnahmen ergreifen.

          Hasskommentare gegenüber Migranten würden laut der Umfrage nur 28 Prozent der Polizei melden. Grundsätzlich sei hier aber ein positiver Trend zu erkennen, so Hintz. Um die Sensibilität für den Umgang mit problematischen Inhalten zu steigern, führt ProPK eine Aufklärungskampagne in den sozialen Medien durch. Gerade junge Menschen, die Kinderpornographie oft leichtfertig verbreiteten, sollten wissen, dass sie dadurch eine Straftat begingen.

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