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Mit 15 Ziegen fing sie an, später waren es 180: Agitu Idea Gudeta 2018 mit einigen ihrer Tiere Bild: Reuters

Einwanderin aus Äthiopien : Ein Mordfall erschüttert ganz Italien

Eingewandert aus Äthiopien baute sich Agitu Ideo Gudeta mit einer kleinen Herde Mochena-Ziegen ein erfolgreiches Start-up in Trient auf und wurde in ganz Italien bekannt. Ihr gewaltsamer Tod erschüttert nun das Land.

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          Auf den Wochenmärkten von Bozen und Trient war Agitu Ideo Gudeta seit Jahren ein ungewöhnlicher und dennoch gewohnter Anblick. Die Äthiopierin mit dem ansteckenden Lächeln verkaufte dort Ziegenkäse aus eigener biologischer Produktion sowie Naturkosmetik aus Ziegenmilch. „La Capra Felice“ (Die glückliche Ziege) hatte sie ihre Farm in dem Weiler Gereut (Frassilongo) im Fersental östlich von Trient getauft. Im Juni hatte sie auf der Piazza Venezia in Trient ihren ersten festen Laden eröffnet, offenbar unbeeindruckt von den Unwägbarkeiten der Pandemie. Am Dienstag, drei Tage vor ihrem 43. Geburtstag an Neujahr, nahm ihr Leben jedoch ein gewaltsames Ende.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          1978 in Addis Abeba geboren, ging die Tochter aus bürgerlichem Elternhaus mit 18 Jahren nach Trient, wo sie Soziologie studierte. Nach dem Abschluss ihres Studiums kehrte sie nach Äthiopien zurück. Dort wurde sie aktiv in einer Bürgerinitiative, die sich dem Landverkauf durch die Regierung an internationale Konzerne widersetzte. Aus dem zu Billigpreisen verkauften Weide- und Ackerland der örtlichen Bevölkerung wurden Anbauflächen für Schnittblumen, die mit Frachtflugzeugen zu den europäischen Blumenmärkten geschafft wurden.

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