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Internetkriminalität : Strafverfolgern gelingt Schlag gegen das Darknet

Waffen und Drogen wurden über die Darknet-Seite gehandelt. (Archivbild) Bild: dpa

Fahnder haben den mutmaßlichen Betreiber einer der größten deutschen Darknet-Seiten festgenommen. Auf der Plattform handelten mehr als 20.000 Mitglieder illegale Produkte. Unter anderem auch eine Waffe, die beim Amoklauf in München zum Einsatz kam.

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          Deutschen Strafverfolgern ist ein Fahndungserfolg gegen die Kriminalität im Internet gelungen. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden und die Generalstaatsanwalt Frankfurt am Montag mitteilten, ist der mutmaßliche Betreiber einer der größten Darknet-Plattformen in Deutschland festgenommen worden. Über das Forum soll auch der Kauf der beim Amoklauf in München im Juli 2016 eingesetzten Waffe abgewickelt worden sein.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Monatelang waren die Behörden, vor allem die bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt angesiedelte Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT), dem 30 Jahre alten Mann aus Karlsruhe auf der Spur. Spezialkräfte von BKA und Bundespolizei nahmen ihn vergangene Woche fest und beschlagnahmten zahlreiche Beweismittel, darunter einen Server. Der Beschuldigte ist in Untersuchungshaft, gegen ihn wurde wegen des Verdachts der Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Waffen und Betäubungsmitteln Haftbefehl erlassen.

          Seit 2013 soll er alleiniger Administrator einer Internetseite mit über 20.000 registrierten Mitgliedern sein, über die illegale Handelsgeschäfte, wie der Kauf von Drogen, Waffen sowie Daten von Kreditkarten und Onlinekonten abgewickelt wurden. „Es ist ein großer Erfolg für das ZIT, weil dem Zugriff monatelange, aufwändige Ermittlungen vorangingen“, sagte Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk, Pressesprecher der Zentralstelle dieser Zeitung. „Dadurch konnte die größte deutsche Darknet-Plattform vom Netz genommen werden.“

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