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Kriminalität : Grenzüberschreitendes Projekt gegen Wohnungseinbrüche

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Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt stetig: Die Polizei startet nun ein grenzüberschreitendes Projekt mit Österreich, Serbien, Bulgarien und Rumänien. Bild: dpa

Die Polizei startet in fünf Ländern eine gemeinsames Initiative gegen Wohnungseinbrüche. Denn die Zahl der Delikte steigt seit Jahren deutlich an.

          Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen - im Jahr 2013 waren es bundesweit rund 150 000. Ermittler machen dafür oft international agierende Banden verantwortlich. Um ihnen das Handwerk zu legen, haben sich nun Ermittler aus Deutschland, Österreich, Serbien, Bulgarien und Rumänien zusammengetan.

          Entwickelt wurde das „Danube Property Crime Project“ - ein Projekt zur Eindämmung von Eigentumsdelikten in der Donauregion - von der bayerischen Polizei. Ein gemeinsames Expertennetzwerk und regelmäßiger Datenaustausch soll die Ermittlungsarbeit erleichtern und verbessern, wie Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer am Donnerstag in München sagte. Die Reisewege der Täter und der Absatz des Diebesgutes könnten so nachvollzogen werden. Doch die Polizei will Einbrüche nicht nur aufklären, sondern vor allem auch verhindern.

          Polizei setzte auf Hinweise der Bürger

          Hierbei setzen die Ermittler besonders auf die Unterstützung der Bürger. Mit dem Hinweis eines Zeugen konnte die Polizei im vergangenen Jahr eine Einbrecherbande fassen und ihr schließlich mehr als 200 Einbrüche im Raum München und Ingolstadt zuordnen. Die Täter - zwei Serben, ein Kroate und eine Deutsche - erbeuteten Schmuck, Uhren und Bargeld im Wert von rund 2,4 Millionen Euro.

          Für die Opfer sei der psychische Schaden meist größer als der materielle, sagte der Polizeipräsident. Schließlich wollten sich Menschen in ihren eigenen vier Wänden sicher fühlen. Opfer könnten alle werden - nicht nur Villenbesitzer. In jeder noch so einfachen, kleinen Wohnung fänden Einbrecher etwas, das sie zu Geld machen könnten. Der Satz „Bei uns ist ja nichts zu holen“ sei ein Irrglaube.

          Wenn Wohnungseinbruch zur schweren Straftat hochgestuft würde, dann könnte auch die Telekommunikation der Täter überwacht werden. Das sei bisher nur bei Bandendiebstahl möglich, sagte Schmidbauer. Meist lasse sich aber erst durch Telefonüberwachung nachweisen, dass ein Einbruch von einer Bande verübt worden sein.

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