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Indonesien : Präsident lehnt Gnadengesuche von Ausländern im Todestrakt ab

  • Aktualisiert am

Einer der Todeskandidaten: der Australier Andrew Chan (hier mit seiner Mutter). Bild: dpa

Der Präsident Indonesiens kennt bei Drogendelikten keine Gnade. Jetzt sollen wieder mehrere Ausländer hingerichtet werden, die mit Drogen gehandelt oder sie eingeführt haben sollen.

          Abermals droht mehreren zum Tode verurteilten Ausländern in Indonesien die Hinrichtung. Die Generalstaatsanwaltschaft des Landes erklärte am späten Mittwochabend (Ortszeit), dass die Gnadengesuche von sieben Ausländern vom Präsidenten abgewiesen worden seien. Auch die Berufungsanträge von vier Indonesiern seien gescheitert, daher gebe es derzeit „elf Verurteilte im Todestrakt“, deren Hinrichtung anstehe, sagte ein Sprecher.

          Zwei der Ausländer kommen aus Australien, außerdem sind Verurteilte aus Frankreich, Brasilien, Nigeria und Ghana von der Hinrichtung bedroht. Sie waren wegen Drogenvergehen verurteilt worden. In Indonesien drohen bei Drogenbesitz und der Einfuhr von Betäubungsmitteln drakonische Strafen. Wann und wo die Todeskandidaten exekutiert werden sollen, sei noch nicht klar, sagte der Sprecher.

          Trotz internationaler Appelle waren erst kürzlich mehrere Ausländer in Indonesien hingerichtet worden. Die Verurteilten kamen aus den Niederlanden, Brasilien, Vietnam, Malawi und Nigeria. Aus Protest zogen die Niederlande und Brasilien ihre Botschafter in Jakarta ab.

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