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Verdächtiger entlassen : Staatsanwaltschaft will Beschwerde im Fall Peggy einlegen

  • Aktualisiert am

in Absperrband der Polizei umzäunt das Waldstück, in dem die Leiche von Peggy vergraben wurde. Bild: dpa

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist der Haftbefehl gegen den Verdächtigen zu Recht ergangen. Der 41 Jahre alte Mann wurde an Heiligabend freigelassen, nachdem er sein Teilgeständnis widerrufen hatte.

          Im Mordfall Peggy will die Staatsanwaltschaft Bayreuth Beschwerde gegen die Freilassung des Tatverdächtigen einlegen. Wann genau sie das tun wird, sei noch offen, sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag. Er gehe davon aus, dass die Beschwerde „in den nächsten Tagen“ eingereicht wird.

          „Wir sind der Meinung, dass der Haftbefehl zu Recht ergangen ist“, sagte der Sprecher zur Begründung. Der 41 Jahre alte Tatverdächtige war an Heiligabend nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Bayreuth freigelassen worden. Der Anwalt des aus dem oberfränkischen Landkreis Wunsiedel stammenden Mannes hatte zuvor Haftbeschwerde eingelegt.

          Das Amtsgericht verneinte einen dringenden Tatverdacht gegen den 41-Jährigen, unter anderem weil er sein Teilgeständnis widerrufen hatte. Weil seine Vernehmung ohne Verteidiger erfolgte, könne dieses nun nicht mehr gegen ihn verwendet werden.

          Die damals neun Jahre alte Peggy war am 7. Mai 2001 auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Im Juli 2016 wurden Teile ihres Skeletts in einem Wald bei Rodacherbrunn (Saale-Orla-Kreis) gefunden, knapp 20 Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg in Oberfranken entfernt.

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