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Mysterium um leere Gräber : Knochenfund auf deutschem Vatikan-Friedhof

  • Aktualisiert am

Kriminaltechniker öffnen ein Grab auf dem deutschen Pilgerfriedhof Campo Santo Teutonico im Vatikan. Bild: dpa

Nach der Öffnung zweier Gräber auf dem deutschen Friedhof im Vatikan wurde sich Aufklärung über ein vor Jahrzehnten verschwundenes Mädchen erhofft. Die Gräber waren zwar leer – Knochen wurden nun dennoch gefunden.

          Auf der Suche nach den Überresten eines verschwundenen Mädchens und denen zweier Adeliger auf dem deutschen Friedhof im Vatikan sind Räume zur Aufbewahrung von Gebeinen entdeckt worden. Diese sogenannten Beinhäuser und das dortige Knochenmaterial seien sichergestellt worden, erklärte Vatikansprecher Alessandro Gisotti am Samstag. Es solle am kommenden Samstag, dem 20. Juli untersucht werden.

          Am Donnerstag hatte der Vatikan zwei Gräber der adeligen Frauen Sophie von Hohenlohe und Herzogin Charlotte Friederike zu Mecklenburg öffnen lassen. Darin sollten sich womöglich die Überreste des Mädchens Emanuela Orlandi befinden. Die Tochter eines Vatikan-Hofdieners war vor 36 Jahren spurlos verschwunden. Allerdings stellte sich zur Überraschung aller Beteiligten heraus, dass beide Gräber komplett leer waren.

          Die jetzt entdeckten Beinhäuser seien mit einer Falltür verschlossen gewesen und auf dem Gebiet des deutschen Päpstlichen Priesterkollegs entdeckt worden, so der Vatikan. Dieses Kolleg ist Teil des deutschen Pilgerfriedhofs, dem Campo Stanto Teutonico.

          Um den Fall Orlandi ranken sich seit Jahren Gerüchte und Verschwörungstheorien. Emanuela war im Juni 1983 nach dem Besuch einer Musikschule nicht nach Hause gekommen.

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