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Für Fotos mit Luxusautos : „Hochzeitsgesellschaft“ blockiert Autobahn

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Die Polizei erwischte bei Ratingen Fahrer von Luxusautos, die die Fahrbahn blockierten. Bild: Polizei Düsseldorf

Drei Fahrzeuge brachten am Freitag nahe des Autobahnkreuz Ratingen Ost den Verkehr zum Erliegen – allerdings nicht wegen eines Unfalls, sondern um Fotos zu machen. Ein schlechtes Gewissen hatten sie wohl nicht.

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          Eine angebliche Hochzeitgesellschaft hat am Autobahnkreuz Ratingen-Ost für ein Fotoshooting mit teuren Luxus-Sportwagen kurzzeitig die A3 in Fahrtrichtung Köln blockiert. Wie die Düsseldorfer Polizei am Montag mitteilte, fielen einer Zivilstreife am Freitagnachmittag zunächst drei Fahrzeuge auf, die mit Warnblinklicht über alle Fahrstreifen hin- und herpendelten und so den Verkehr auf der stark befahrenen Autobahn zum Stehen brachten.

          Die Polizisten hätten zunächst mit einem Notfall gerechnet und eilten umgehend zur vermeintlichen Unfallstelle; dort angekommen, „trauten die Beamten ihren Augen nicht“, hieß es im Polizeibericht. Der Fahrer eines Ford Mustang ließ an seinem Sportwagen die Reifen qualmen „und wollte augenscheinlich über die ,gesperrte‘ Fahrbahn driften“. Aus den anderen Fahrzeugen, darunter ein Sportwagen mit Hochzeits-Blumenbouquet auf der Motorhaube, waren die Insassen ausgestiegen, um die Szene zu filmen und zu fotografieren.

          Als die Gruppe die Zivilbeamten bemerkte, fuhren die Fahrer wieder an. Zwei der Luxuskarossen konnten die Polizisten wenig später anhalten. Die Insassen stritten unisono ab, etwas falsch gemacht zu haben oder bekundeten, „einen guten Anwalt“ zu kennen. Ein Beifahrer des Ford Mustang gab an, lediglich der Hochzeitsfotograf zu sein. Die Polizei ermittelt gegen alle an dem Vorfall beteiligten Personen wegen des Verdachts der Nötigung und der Verkehrsgefährdung.

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