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„Völlig schutzlos“ : Hochwasserschutzanlage in Grimma mutwillig beschädigt

  • Aktualisiert am

Die komplexe Hochwasserschutzanlage war erst 2019 nach elf Jahren Bauzeit fertiggestellt worden. Die Kosten wurden damals auf 57 Millionen Euro beziffert. Bild: dpa

In Grimma in Sachsen wurde eine komplexe Hochwasserschutzanlage von bisher unbekannten Tätern schwer beschädigt. Laut dem Oberbürgermeister wäre die Stadt im Falle eines Hochwassers nun „völlig schutzlos“.

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          Die Hochwasserschutzanlage in Grimma in Sachsen ist von unbekannten Tätern schwer beschädigt worden. Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte, ist unter anderem ein größeres Fluttor betroffen. Eisenteile, die für die Bedienung nötig seien, seien verbogen worden. Nun lasse sich das Tor nicht mehr schließen.

          Weil jede Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied sei, sei die ganze Anlage nicht funktionsfähig, erklärte der Grimmaer Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos). Käme ein Hochwasser, wäre die Stadt „völlig schutzlos“.

          Die komplexe Hochwasserschutzanlage war erst 2019 nach elf Jahren Bauzeit fertiggestellt worden. Die Kosten wurden damals auf 57 Millionen Euro beziffert.

          In das zwei Kilometer lange Schutzbauwerk sind 78 Tore unterschiedlicher Größe eingebaut, die innerhalb von zwei Stunden geschlossen werden können. Mit der Mauer soll Grimma im Landkreis Leipzig einem Hochwasser wie 2013 standhalten.

          Die sächsische Stadt war im August 2002 beim Hochwasser im Osten Deutschlands einer der am stärksten betroffenen Orte. Das Wasser der Mulde stand damals teilweise 3,50 Meter hoch in der Innenstadt. Die Schäden beliefen sich auf 250 Millionen Euro. Auch 2013 zählte Grimma zu den betroffenen Orten des Hochwassers, auch hier entstand ein Schaden in Höhe von 170 Millionen Euro.

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