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Lisa Montgomery sollte als erste Frau seit 1953 hingerichtet werden. Bild: AP

Vereinigte Staaten : Gericht setzt Hinrichtung von verurteilter Mörderin vorerst aus

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Mit Lisa Montgomery sollte am Dienstag eine Frau in den Vereinigten Staaten hingerichtet werden. Nun hat ein Gericht die Vollstreckung des Todesurteils ausgesetzt. Grund sei ihr schlechter psychischer Zustand.

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          Die für vergangenen Dienstag geplante Hinrichtung der Amerikanerin Lisa Montgomery ist vorerst ausgesetzt worden. Ein Bundesgericht in Indiana begründete die Entscheidung am Montag mit psychischen Störungen der Zweiundfünfzigjährigen. Montgomery, die im Dezember 2004 in Missouri eine schwangere Hundezüchterin erdrosselte und ihr einen acht Monate alten Fötus aus dem Bauch schnitt, sei nicht in der Lage, die geplante Hinrichtung als Folge ihrer Tat zu verstehen.

          Das Bundesgericht kündigte nun eine Anhörung zu ihrem Geisteszustand an. Montgomery wäre seit fast 70 Jahren die erste Frau gewesen, die nach einer Verurteilung auf Bundesebene in den Vereinigten Staaten hingerichtet worden wäre. Nach 17 Jahren hatte Präsident Donald Trump Exekutionen auf Bundesebene im vergangenen Sommer wiederaufgenommen. Die Regierung des Republikaners ließ seitdem zehn zum Tode Verurteilte exekutieren.

          Neben Montgomery sind im Bundesgefängnis von Terre Haute für diese Woche auch die Hinrichtungen der Mörder Cory Johnson und Dustin John Higgs geplant. Die Anwälte der beiden Todeskandidaten beantragten inzwischen ebenfalls eine Aussetzung.        

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