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Haftbefehl erweitert : Hilfspfleger soll sechs Senioren mit Insulin ermordet haben

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Ein Tropfen Insulin hängt an der Nadelspitze eines Pen. (Symbolfoto) Bild: dpa

Im Februar war der Mann wegen des Verdachts auf Mord an einem Rentner verhaftet worden. Nun werden dem Hilfspfleger noch weitere Taten zur Last gelegt.

          Ein zu Jahresbeginn in München festgenommener Hilfspfleger steht inzwischen unter sechsfachem Mordverdacht. Der Haftbefehl gegen den Mann sei außerdem um die Vorwürfe des dreifachen versuchten Mordes und der dreifachen gefährlichen Körperverletzung erweitert worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in der bayerischen Landeshauptstadt mit. Der Beschuldigte habe die Verabreichung von Insulin an seine Patienten gestanden, eine Tötungsabsicht bestreite er aber.

          Den Ermittlern zufolge konnten inzwischen 68 Örtlichkeiten ermittelt werden, an denen der aus Polen stammende Mann zum Einsatz kam. Ab April 2017 soll die Tatserie begonnen haben. Der Diabetiker soll seinen zu pflegenden Patienten Insulin verabreicht haben, obwohl dies medizinisch nicht notwendig war. Die Morde ereigneten sich in Bayern, aber auch in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

          Der Mann habe gestanden, die Häuser und Wohnungen seiner Patienten auf lohnendes Diebesgut abgesucht zu haben. Seine Beschäftigungsverhältnisse soll er immer wieder nach kurzer Zeit beendet haben.

          Festgenommen wurde der Mann im Februar diesen Jahres, weil er einen 87 Jahre alten Patienten mit einer Insulinüberdosis getötet haben soll. Recht schnell erhärtete sich dann der Verdacht, dass der Mann nicht das erste Opfer gewesen sein könnte.

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