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Weinstein-Prozess : „Würde, Privatsphäre und Seelenfrieden geopfert“

  • -Aktualisiert am

Harvey Weinstein während der Verhandlungen in New York Bild: Reuters

Der Prozess gegen Harvey Weinstein steht kurz vor dem Ende. Während die Staatsanwaltschaft emotional dafür plädiert, den mutmaßlichen Opfern zu glauben, versucht die Verteidigung, deren Unglaubwürdigkeit zu belegen.

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          Das Schlussplädoyer von Staatsanwältin Joan Illuzzi-Orbon fiel ungewöhnlich emotional aus. Die sechs Frauen, die in den vergangenen vier Wochen während des Vergewaltigungsprozesses gegen Harvey Weinstein aussagten, hätten Würde, Privatsphäre und Seelenfrieden geopfert, um Hollywoods früher gefürchteten Filmmogul zur Strecke zu bringen. „Sie wollten endlich gehört werden“, versicherte die Anklägerin der Jury am Freitag vor dem Obersten Gerichtshof des Bundesstaats New York.

          Die „dummen Partys, die dummen Veranstaltungen und die dummen Filmpremieren“, die die Frauen trotz Weinsteins mutmaßlicher sexueller Übergriffe mit ihm besuchten, sollten die Geschworenen dagegen ausblenden. „Die Frauen versuchten, in einer schwierigen Branche ihren Weg zu finden. Partys hören sich nach Spaß an, sind aber Networking. Sie sind Arbeit“, erklärte Illuzzi Orbon das System Hollywood.

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