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Können auch süchtig machen: Süßigkeiten von Haribo Bild: Picture-Alliance

Haribo statt MDMA : Französische Polizei nimmt falsche Dealer hoch

  • Aktualisiert am

Stolz hat die Pariser Polizei angegeben, Drogen im Wert von fast einer Millionen Euro beschlagnahmt zu haben. Ein toxikologischer Test zeigte dann, dass es sich gar nicht um Ecstasy handelt. Die Ware hat dennoch Suchtpotential.

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          Eine berauschende Erfolgsmeldung der Pariser Polizei hat sich als Falschmeldung herausgestellt: Statt Partydrogen beschlagnahmten die französischen Ermittler Haribo-Erdbeeren aus Schaumzucker.

          Noch am Mittwoch hatte die Polizei berichtet, sie habe im nördlichen Vorort Saint-Ouen eine Werkstatt zur Verpackung der synthetischen Droge Ecstasy ausgehoben und heiße Partyware im Wert von einer Million Euro beschlagnahmt. Auf beigefügten Fotos waren kleine Tüten mit rosa Pulver und rosa Pillen zu sehen.

          Nur zwei Tage später meldete die Staatsanwaltschaft Bobigny knapp, dass das Pulver laut einer toxikologischen Untersuchung weder „Betäubungsmittel noch andere giftige Substanzen“ seien. Tatsächlich handele es sich um „zerkleinerte“ Schaumzucker-Erdbeeren von Haribo, die in Frankreich auch „Tagada“ genannt werden. Die Hersteller wollten damit offenbar Käufer täuschen, die sich einen echten Rausch erhofften. In Frankreich wird dieser Trick auch »carotte« (deutsch: Karotte) genannt.

          Zwei Männer, die die Polizei in Verbindung mit den „gefälschten“ Drogen bringt, wurden in der wegen des Handels mit gestohlenen Telefonen eingeleiteten Untersuchung verhaftet und in Gewahrsam genommen. In der Wohnung des Hauptverdächtigen, eines 20 Jahre alten Algeriers, wurden insgesamt 23 Mobiltelefone beschlagnahmt.

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