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Frau hinter Auto hergeschleift : Mann gesteht „grauenvolle Tat“

Mahnwache in Hameln nach der grausamen Tat im November 2016 Bild: dpa

Er band seine frühere Partnerin in Hameln mit einem Seil an seinem Auto fest und fuhr los. Im Wagen saß der zwei Jahre alte Sohn. Geplant haben will der Vater die Tat nicht.

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          Vor dem Landgericht Hannover hat der 39 Jahre alte Nurettin B. gestanden, seine ehemalige Lebensgefährtin mit einem Messer und einem Beil zunächst schwer verletzt, ihr dann ein Seil um den Hals gebunden und sie daran mit dem Auto mehr als 200 Meter durch die Innenstadt der niedersächsischen Stadt Hameln geschleift zu haben. Der damals zwei Jahre alte gemeinsame Sohn saß während der Fahrt mit im Auto. Die Tat, die das Opfer nur mit großem Glück überlebte, rief im vergangenen November in ganz Deutschland Entsetzen hervor.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Nurretin B. muss sich seit Montag vor Gericht wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Über seinen Anwalt ließ der Deutsche mit kurdischen Wurzeln zum Prozessauftakt darlegen, dass er seine „grausame, widerliche und abscheuliche Tat“ zutiefst bereue. Unmittelbar vor der Tat sei er mit der 28 Jahre alten Mutter seines Sohnes, mit der er auch eine Ehe nach islamischem Recht eingegangen war, zum wiederholten Mal in Streit über ausstehende Unterhaltszahlungen geraten. Er habe während seiner Tat ein „tiefes und totales Hassgefühl“ empfunden.

          Nurretin B. bestritt, die Tat bereits vor dem Treffen geplant zu haben. Allerdings hatte der Angeklagte sein Opfer schon vor der Tat mehrfach mit dem Tod bedroht. Wegen der Drohungen hatte die Polizei bei Nurretin B. nur zwei Tage vor der Tat eine sogenannte Gefährderansprache durchgeführt.

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