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Hamburg : Ehemaliger Neonazi hat „Polen-Böller“ gezündet

Das Landeskriminalamt Sachsen zeigt am im Dezember 2014 Pyrotechnik-Artikel, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Bild: dpa

Am Sonntag hatte ein Mann in Hamburg mit zwei in Deutschland verbotenen Böllern eine kleine Explosion herbeigeführt. Er wurde am Montag verhaftet. Jetzt wurde seine Identität bekannt.

          Der Mann, der am Sonntag an einem Hamburger S-Bahnhof eine kleine Explosion herbeigeführt haben soll, ist ein ehemaliger Neonazi. Wegen Totschlags soll er mehrere Jahre im Gefängnis gesessen haben. Das berichtet das „Hamburger Abendblatt“.

          Matthias Wyssuwa

          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Der 51 Jahre alte Stephan K. werde nun aber der Trinkerszene zugerechnet. Gegen ihn ist Haftbefehl erlassen worden.

          Er soll am Sonntag am S-Bahnhof Veddel kurz aus der S-Bahn gestiegen, einen Plastikbeutel dort abgestellt und wieder in die Bahn gestiegen sein.

          Kurz darauf explodierten zwei sogenannten Polen-Böller in der Tüte, in ihnen ist ein vielfaches mehr an Schwarzpulver enthalten, als in den in Deutschland zugelassenen Böllern. Bei der Explosion erlitt ein Mann ein Knalltrauma, eine Scheibe des Windschutzes zerbrach.

          Überwachungskameras auf dem S-Bahnhof zeigten den Mann, es gibt auch Kameraaufnahmen aus der S-Bahn selbst, auf denen er zu erkennen sein soll.

          Am Tag nach der Tat hatte die Polizei ihn im Hamburger Süden festgenommen. Zu dem Motiv des Täters gibt es bislang keine Erkenntnisse.

          Veddel gehört zu den sozialschwachen Hamburger Stadtteilen,  getrennt von der Innenstadt durch die Elbe. Eine große Mehrheit der Einwohner hier hat ausländische Wurzeln.

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