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34 Häftlinge betroffen : Hafthaus der JVA Castrop-Rauxel aus Sicherheitsgründen geräumt

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Die Mauer einer Justizvollzugsanstalt in Nordrhein-Westfalen (Symbolbild). Bild: dpa

34 Häftlinge der Justizvollzugsanstalt Castrop-Rauxel wurden am Donnerstag aus Sicherheitsgründen in ein Bielefelder Gefängnis verlegt. Der Grund: Ein größer werdender Riss in der Wand eines Hafthauses. Bei der Räumung verletzte sich ein Häftling.

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          In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Castrop-Rauxel ist eines der zwölf Hafthäuser wegen baulicher Probleme geräumt worden. Ein Riss sei am Mittwoch an dem Gebäude deutlich größer geworden und deshalb seien die Häftlinge noch am selben Tag verlegt worden, sagte ein Sprecher des Justizministeriums in Düsseldorf am Donnerstagabend. Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums sei durch Begutachtungen festgestellt worden, dass sich das Hafthaus an einer Seite abgesenkt habe. Dies läge laut Gutachtern an neu aufgetretenen Schäden in der Bodenbeschaffenheit.

          Betroffen seien ausschließlich Gefangene des offenen Vollzuges, die zum Teil in eine andere JVA mit freien Kapazitäten umgesiedelt worden seien. Sie hätten jetzt allerdings am Morgen längere Anfahrtswege zu ihren Arbeitsstätten. Laut Pressemitteilung des Justizministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen wurden die betroffenen 34 Häftlinge in justizeigenen Fahrzeugen nach Bielefeld-Sennestadt verlegt. Im Zuge der Räumung verletzte sich nach Angaben des Justizministeriums ein Häftling versehentlich schwer, konnte aber inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

          Dem Ministerium zufolge ist die Verlegung so vieler Häftlinge außergewöhnlich, doch habe man durch den Zustand des Gebäudes keine andere Wahl gehabt. Dem „WDR“ zufolge könnten die Risse aufgrund eines zu weichen Untergrundes entstanden sein. Das Land NRW, die Gefängnisleitung und ein Gutachter wollen nun gemeinsam beraten, wie es weitergeht.

          Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, die Justizvollzugsanstalt Castrop-Rauxel sei geräumt worden. Das ist nicht richtig, es ist lediglich ein Hafthaus der insgesamt zwölf Hafthäuser geräumt worden. Des weiteren handelte es sich nicht wie zunächst angegeben um einen Polizeikonvoi, der die Häftlinge nach Bielefeld-Sennestadt verlegte, sondern um justizeigene Fahrzeuge.

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