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Gefängnis in Berlin : Häftling schweißt Gitterstäbe durch

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JVA Tegel: Hierhin soll der mutmaßliche Auftragsmörder verlegt worden sein. Bild: dpa

Mit Hilfe einer Thermitreaktion erzeugte der Mann genug Hitze, um das Metall der Gitterstäbe zu schmelzen. Der spektakuläre Fluchtversuch endete jedoch an der Fassade.

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          Justizbeamte haben einen spektakulären Ausbruchsversuch aus einem Berliner Gefängnis vereitelt. Wie ein Sprecher der Senatsverwaltung für Justiz sagte, fassten sie am frühen Montagmorgen einen 52 Jahre alten Häftling, nachdem dieser die Gitterstäbe seiner Zelle mit Hilfe einer chemischen Reaktion durchgeschweißt hatte.

          Der Mann wurde demnach noch an der Fassade seines Zellentrakts in der Justizvollzugsanstalt Tegel gestellt. Es bestand laut Sprecher keine Gefahr, dass er von dem Gelände hätte entweichen können. Dafür hätte er noch die mit Alarmanlagen gesicherte äußere Barriere aus einem Zaun und einer Mauer überwinden müssen. Dabei wäre er bemerkt worden.

          Nach ersten Erkenntnissen der Behörden nutzte der wegen versuchten Mordes zu lebenslangen Haft verurteilte Mann eine Thermitreaktion, wie sie auch beim Schweißen von Eisenbahnschienen eingesetzt wird. Dabei werden extrem hohen Temperaturen ausgenutzt, die entstehen, wenn Eisenoxid- und Aluminiumpulver gemeinsam entzündet werden.

          Die Hitze reicht dabei aus, um Metalle zu schmelzen. Die für solche Reaktionen benötigen Materialien stünden nicht auf der Liste der in einer Haftanstalt verbotenen Stoffe, betonte der Sprecher. Er dankte den Justizbeamten, die den Mann stoppten. Der Fall werde untersucht.

          Nach einem Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg handelt es sich bei dem Häftling um den als Maskenmann bekanntgewordenen Mario K., der 2015 vom Landgericht im brandenburgischen Frankfurt an der Oder zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde, weil er 2011 und 2012 eine Millionärsfamilie überfallen und deren Personenschützer verletzt hatte. Darüber hinaus entführte er einen weiteren Geschäftsmann.

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