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Großrazzia in Marl : „Es darf keine rechtsfreien Räume geben“

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Großrazzia in Marl: die Polizei durchsuchte vor allem Shisha- und Sportsbars. Bild: dpa

Es ist die dritte große Razzia innerhalb kurzer Zeit im Raum Recklinghausen: Die Polizei hat in Marl diverse Shisha- und Sportsbars durchsucht. Damit geht sie weiter gegen Clankriminalität vor.

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          Mit einer Großrazzia in Shisha- und Sportsbars ist die Polizei in Marl gegen Clankriminalität vorgegangen. „Shisha-Bars und andere Lokalitäten können eine Kommunikations- und Rückzugsebene für Personen bieten, die aktuell im besonderen Fokus der Polizei stehen“, teilte die Polizei nach der Aktion von Freitagabend mit.

          Im Beisein von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nahmen Polizisten aus Recklinghausen ebenso an der Razzia teil wie Zollbeamte, Steuerfahnder, Finanzexperten und Mitarbeiter des Marler Ordnungsamtes. Es ist die dritte größere Kontrolle innerhalb kurzer Zeit im Raum Recklinghausen.

          „Es darf keine rechtsfreien Räume geben“, sagte Reul nach der Razzia laut Mitteilung. „Unsere Antwort darauf kann nur eine konsequente Politik der kleinen Nadelstiche sein. Den Kriminellen muss klar sein, dass unsere Gesetze gelten und nicht die des eigenen Clans.“

          Bei der Marler Razzia wurden laut Polizei 85 Personen überprüft und mehr als 40 Kilo unversteuerter Wasserpfeifentabak sichergestellt. Drei überprüfte Verdächtige wurden wegen Steuerhinterziehung angezeigt, in acht Fällen Spielautomaten sichergestellt oder versiegelt. Ein Ladenlokal wurde aufgrund zu zahlreicher Verstöße noch am Freitagabend geschlossen und versiegelt.

          Polizei und Justiz haben ihre Einsätze gegen kriminelle Clans vor allem im Ruhrgebiet seit einiger Zeit erheblich ausgeweitet. Immer wieder gibt es großangelegte Razzien gegen Clans libanesisch-arabischen Ursprungs.

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