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Mit Hakenkreuzen : Gräber ermordeter Polizisten in Berlin geschändet

  • Aktualisiert am

Ein mit Folie abgedeckter Grabstein steht auf dem Parkfriedhof Neukölln. Bild: dpa

Zwei Grabstätten von im Dienst getöteten Polizisten sind in Berlin mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Einer der Polizisten war 2003 erschossen worden, als er einen Verdächtigen aus einer Clan-Familie festnehmen wollte.

          In Berlin haben Unbekannte zwei Gräber von Polizisten geschändet, die im Dienst getötet worden waren. Auf dem Parkfriedhof Neukölln im Ortsteil Buckow wurden in der Nacht zum Mittwoch die Grabstätten mit Hakenkreuzen besprüht, ein Grabstein wurde umgeworfen. Die Polizei geht davon aus, dass die Gräber von Roland Krüger und Uwe Lieschied gezielt ausgesucht wurden.

          Krüger, ein Beamter des Sondereinsatzkommandos, wurde 2003 bei der Stürmung einer Wohnung in Neukölln erschossen, als er einen Verdächtigen aus einer Clan-Familie festnehmen wollte. Der Täter, der nach 15 Jahren Haft im vergangenen Jahr freikam, sollte in den Libanon abgeschoben werden, doch ein Gericht stoppte die Abschiebung.

          Uwe Lieschied hatte im Frühjahr 2006 mit einem Kollegen auf Zivilstreife zwei Männer verfolgt, die zuvor einer Frau die Handtasche gestohlen hatten. Einer der Männer schoss auf den Beamten, der von acht Kugeln getroffen wurde und wenige Tage später seinen Verletzungen erlag. Der Mörder wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

          Schon im November 2016 hatten Unbekannte in Neukölln eine Gedenktafel für Lieschied beschädigt. Damals hatten sich Linksextremisten im Internet der Tat bezichtigt. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.

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