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„Golden State Killer“ : Ehemaliger Polizist gesteht 13 Morde

  • Aktualisiert am

Der Angeklagte Joseph James D. im Gerichtssaal Bild: AP

Jahrelang wurde Kalifornien von einem Serienmörder heimgesucht. 34 Jahre nach der letzten Tat gibt es jetzt ein Schuldbekenntnis – und eine seltsame Erklärung für die Mordserie.

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          Ein früherer Polizist hat sich in Kalifornien zu 13 Morden bekannt, die dem sogenannten „Golden State Killer“ zugeschrieben werden. „Schuldig“ erklärte der 74 Jahre alte  Joseph James DeAngelo am Montag im Rollstuhl immer wieder und folgte damit einer Prozessabsprache, die ihm die Todesstrafe erspart. Stattdessen soll er zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit der Begnadigung verurteilt werden. Er wollte auch Dutzende Vergewaltigungen gestehen, die bereits verjährt sind.

          Der „Golden State Killer“ griff seine Opfer zu Hause an. Er brach nachts in die Wohnungen von alleinstehenden Frauen oder Paaren ein, fesselte die Männer und legte manchmal Geschirr auf deren Körper ab, bevor er die Frauen vergewaltigte. Er drohte damit, falls das Geschirr klirre, werde er beide töten. Häufig nahm er Gegenstände von den Tatorten mit, darunter Münzen oder Schmuck. Seine Opfer waren zwischen 13 und 41 Jahre alt. Die Taten endeten abrupt 1986.

          Innere Persönlichkeit namens „Jerry“

          Erst danach kamen Ermittler zu dem Schluss, dass die Taten in verschiedenen Gegenden Kaliforniens einer einzigen Person zuzuordnen seien, der sie den Namen „Golden State Killer“ gaben. Zuvor hatte er im Norden Kaliforniens als „East Area Rapist“ gegolten, im Süden des Staates lief er bei der Polizei unter dem Namen „Original Night Stalker“.

          Ermittler sind sich auch sicher, dass DeAngelo der als „Visalia Ransacker“ bekannte Einbrecher gewesen ist, der in den 70er-Jahren mehr als 100 Häuser heimsuchte. Im nahe gelegenen Ort Exeter war er von 1973 bis 1976 als Polizist tätig. Auch die Einbrüche sind verjährt.

          Festgenommen wurde er wegen einer DNA-Spur an einem der Tatorte. Die Ermittler spürten damit zunächst einen entfernten Verwandten auf und kamen mit Hilfe einer Stammbaumwebseite auf DeAngelo selbst. Dessen eigene DNA fanden sie unter anderem an einem weggeworfenen Papiertaschentuch.

          Staatsanwalt Thien Ho sagte, DeAngelo habe bei einem Polizeiverhör im April 2018 von einer inneren Persönlichkeit namens „Jerry“ gesprochen, die ihn zu seinen Taten gezwungen habe. „Jerry“ sei ein Teil von ihm gewesen, den er lange nicht losgeworden sei. Schließlich sei es ihm doch gelungen und er habe dann ein glückliches Leben geführt. „Ich habe alle diese Sachen getan“, zitierte Ho den Festgenommenen. „Ich habe alle ihre Leben zerstört. Deshalb muss ich jetzt den Preis bezahlen.“

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