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Gießen : Hells-Angels-Präsident ermordet

  • Aktualisiert am

Aygün Mucuk wurde am Freitag vor dem Clubheim des Vereins tot aufgefunden. Bild: dpa

Der Chef der Gießener Hells-Angels ist erschossen worden. Eine Anwohnerin fand Aygün Mucuk tot vor dem Clubheim der Rocker. Vom Täter fehlt bisher jede Spur.

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          Der Präsident der Gießener Hells Angels ist durch mehrere Schüsse getötet worden. Eine Anwohnerin fand den 45 Jahre alten Aygün Mucuk am Freitagmorgen tot vor dem Clubheim der Rocker im mittelhessischen Wettenberg, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Das Landeskriminalamt bestätigte den gewaltsamen Tod. Ob es einen Schusswechsel gegeben hat, war unklar. Die Putzfrau, die in dem Clubheim arbeitet, hatte den 45 Jahre alten Hells-Angel am Freitagmorgen gefunden und gegen 8.30 Uhr die Polizei und Rettungsdienste alarmiert. Die Leiche soll nun rechtsmedizinisch untersucht werden. Von den Tätern fehlte zunächst jede Spur.

          Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Wie die Hessenschau berichtet, läuft in der gesamten Wetterau und in Mittelhessen derzeit die Fahndung nach Tätern. Ein Großaufgebot der Polizei sicherte das Gelände des Vereinsheims, auf dem sich 30 bis 50 Rocker aufhielten, dabei kontrollierten die Beamten auch mehrere Fahrzeuge.

          Der genaue Zeitpunkt der Tat stand noch nicht fest. „Momentan gehen wir allerdings davon aus, dass das Tötungsdelikt sich entweder in der Nacht oder am frühen Morgen zugetragen haben muss“, sagte Behördensprecher Thomas Hauburger. Ob Mucuk bewaffnet war und es einen Streit gegeben hat, muss noch ermittelt werden.

          Von mehreren Kugeln getroffen : Chef der Gießener Hells Angels erschossen

          Rivalitäten zwischen den traditionellen Hells Angels aus Frankfurt und den türkisch geprägten Hells Angels aus Gießen hatten in den vergangenen Jahren mehrfach zu gewalttätigen Auseinandersetzungen geführt. Der Machtkampf, bei dem es vor allem um die Gründung einer Ortsgruppe in Gießen gegangen sein soll, hatte vor rund zwei Jahren zu Schüssen vor einem Frankfurter Club mit fünf Verletzten geführt.

          Nach Einschätzung des Landeskriminalamts umfasst die Rockerszene in Hessen rund 700 Mitglieder, die vier Gruppen zugeordnet werden. Im Fokus der Ermittler stehen sie vor allem wegen Rauschgiftdelikten und kriminellen Aktivitäten im Türsteher- und Rotlichtmilieu.

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