https://www.faz.net/-gum-7lccr

Gewalt gegen Frauen : Junge Deutsche in Indien vergewaltigt

  • Aktualisiert am

Ort des Geschehens: Unweit dieser Straße soll eine dänische Touristin von mehreren Männern vergewaltigt worden sein Bild: AFP

Die Nachrichten über Gewalt gegen Frauen in Indien reißen nicht ab: Eine junge Deutsche ist im Schlafwagen eines Zuges vergewaltigt worden. Die Tat wurde öffentlich, kurz nachdem eine dänische Touristin eine Gruppenvergewaltigung angezeigt hatte.

          Die Nachrichten über Gewalt gegen Frauen in Indien nehmen keine Ende: Eine junge Deutsche ist in einem Zug im Süden Indiens vergewaltigt worden. Ein Mann habe die Achtzehnjährige in einem Schlafwagen des West Coast Express missbraucht, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der mutmaßliche Täter wurde gefasst, wie es weiter hieß. Kurz zuvor war der Fall einer dänischen Urlauberin bekannt geworden, die nach eigener Aussage Opfer einer Massenvergewaltigung in Neu Delhi geworden war.

          Die Frau aus Deutschland sei als freiwillige Helferin einer Nichtregierungs-Organisation von Mangalore nach Chennai unterwegs gewesen, als sich der Angriff am vergangenen Freitag ereignet habe, teilte die Polizei mit. Der Täter, der sich im selben Abteil befand, fiel demnach über die Deutsche her, als diese schlief. Bei dem Angreifer soll es sich um einen Wanderarbeiter aus dem Bundesstaat Bihar handeln. Er sei am Dienstag festgenommen worden.

          „Sie hat um ihr Leben gefürchtet und sich nicht zu schreien getraut“, sagte ein leitende Beamte der Bahnpolizei. Am Montag habe die Frau dann in Begleitung von Mitarbeitern des deutschen Konsulats Anzeige erstattet. Das Opfer sei auch medizinisch untersucht worden. Die Deutsche solle den mutmaßlichen Täter nun in einer Gegenüberstellung identifizieren, hieß es weiter.

          Vergewaltigte Dänin hatte sich verlaufen

          Die 51 Jahre alte Dänin, die am Dienstagabend von mehreren Männern vergewaltigt und ausgeraubt worden sein soll, hatte sich nach eigenen Angaben auf dem Weg ins Hotel in Neu Delhi verlaufen. Als sie nach der Adresse fragte, sei sie von einer Gruppe von acht Männern mit einem Messer bedroht und zu einem abgelegenen Ort gebracht worden, teilte die Polizei mit. Dort hätten sich die Angreifer an ihr vergangen. In der Nähe des Tatorts seien 15 Männer zum Verhör festgenommen worden, meldete der TV-Sender NDTV.

          Der Dänin seien bei dem Überfall auch ein Tablet-Computer und Geld gestohlen worden, teilte die Polizei mit. Die Frau habe Strafanzeige gestellt, eine medizinische Untersuchung aber abgelehnt. Am Mittwoch sei sie in ihre Heimat zurückgeflogen. Die dänische Botschaft sei über den Überfall informiert worden.

          Gerichte arbeiten mittlerweile schneller

          Seit der Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus in Neu Delhi Ende 2012 steht sexuelle Gewalt in Indien im Fokus der Öffentlichkeit. Das damalige Opfer war knapp zwei Wochen nach dem Angriff gestorben.

          Gerichte arbeiten seitdem schneller: Erst jüngst wurde ein Mann zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er sich an einer Spanierin in Mumbai vergangen hat. Sechs Männer, die im vergangenen Jahr über eine Schweizer Touristin herfielen, müssen ebenfalls lebenslang hinter Gitter.

          Zuletzt hatte vor knapp zwei Wochen der Fall einer Polin Schlagzeilen gemacht. Die 33 Jahre alte Frau soll von einem Taxifahrer betäubt und vergewaltigt worden sein, als sie mit ihrer zwei Jahre alten Tochter auf dem Weg von Mathura nach Neu Delhi war.

          Weitere Themen

          Razzien gegen islamistische Gefährder

          Terrorverdacht : Razzien gegen islamistische Gefährder

          Aufgrund von Hinweisen der Sicherheitsbehörden hat die Polizei die Hausdurchsuchungen veranlasst. Der Fokus liege auf einer Wohnung in Düren. Auch in Köln hätten Wohnungsrazzien stattgefunden.

          Topmeldungen

          Der Blick auf die Oberbaumbrücke, die Friedrichshain und Kreuzberg verbindet.

          Glücklich im Job : Wo die Arbeit am meisten Spaß macht

          Laut einer neuen Auswertung leben die glücklichsten Arbeitnehmer in Berlin. Aber was fördert überhaupt die Zufriedenheit von Mitarbeitern? Mehr Freizeit statt mehr Geld ist nur eine Möglichkeit.

          Trumps Ausfälle : Rassist? Hetzer!

          Trumps Anhänger lieben es, wenn er vulgär und beleidigend wird. Das nennt man Mobilisierung. Da spielt es fast keine Rolle, ob er ein Rassist ist oder nicht. Dem Land dient das in keinem Fall.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.