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Trier : Geständnis im Prozess nach versuchtem Goldschatz-Raub

  • Aktualisiert am

Römische Goldmünzen des Trierer Goldschatzes Bild: dpa

Vor zwei Jahren versuchten Diebe den größten Goldschatz der römischen Kaiserzeit zu rauben. Nun hat ein Mann vor dem Landgericht Trier seine Beteiligung gestanden.

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          Im Prozess um den versuchten Raub des weltweit größten Goldschatzes aus der römischen Kaiserzeit hat der Angeklagte vor dem Landgericht Trier eine Beteiligung an der Tat gestanden. „Er hat Schmiere gestanden“, erklärte dessen Verteidiger Christoph Rühlmann zum Prozessauftakt am Dienstag. Der 28-Jährige sei aber selbst nicht im Museum gewesen: Zwei andere Täter hätten derweil versucht, den Goldschatz mit mehr als 2500 Münzen aus purem Gold aus dem Rheinischen Landesmuseum Trier stehlen.

          Das Geständnis ist Teil einer verfahrensabkürzenden Absprache, die nach der Anklageverlesung zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung erfolgte. Demnach soll der Niederländer dann eine Freiheitsstrafe zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Jahren bekommen, sagte die Vorsitzende Richterin Petra Schmitz.

          Anklage: versuchter schwerer Bandendiebstahl

          Die Anklage wirft dem Mann versuchten schweren Bandendiebstahl vor: Mindestens zwei noch unbekannte Täter sollen in der Nacht zum 8. Oktober 2019 über ein Baugerüst ins Museum eingestiegen sein. Trotz brachialer Gewalt gelang es ihnen aber nicht, den Kubus aus Panzerglas über den Goldmünzen zu öffnen. Sie flüchteten ohne Beute, da die Alarmanlage anging und die Polizei kam. Ein weiterer Täter soll draußen gestanden und gewarnt habe, so die Anklage.

          Die Münzen haben ein Gewicht von 18,5 Kilogramm. Der Goldschatz ist das Aushängeschild des Museums in Trier. Sein Wert wird auf zehn Millionen Euro geschätzt, wie Staatsanwalt Volker Blindert in der Anklageverlesung sagte.

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