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Per Telefon, Post und E-Mail : Drohungen im Prozess um Gruppenvergewaltigung

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Am Landgericht Freiburg wird im Fall einer Gruppenvergewaltigung verhandelt – Verteidiger und Opferstaatsanwältin wurden bedroht. Bild: dpa

Sowohl die Verteidiger als auch die Opferschutzanwältin haben im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau aus Freiburg Drohungen erhalten. Laut Staatsanwaltschaft spiegelt das einen allgemeinen Trend wider.

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          Im Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg sind die Beteiligten der Justiz eigenen Angaben zufolge Anfeindungen und Drohungen ausgesetzt. Der Strafprozess vor dem Landgericht Freiburg spiegele damit einen allgemeinen Trend wider, sagte Staatsanwalt Thorsten Krapp der dpa. Justizvertreter würden häufig beleidigt und bedroht, teilweise sogar mit dem Tod. Die Staatsanwaltschaft ermittle und versuche, die Verfasser von Droh- und Hassbotschaften zu finden.

          Drohungen und Hasskommentare gingen häufig telefonisch, per E-Mail und Post sowie über soziale Medien ein, sagte Krapp. Sie stammten von „vollkommen unbeteiligten Personen“, die Strafverfahren über die Medien verfolgten und ihre Meinung äußern wollten.

          In dem Freiburger Verfahren seien nicht nur Verteidiger, sondern auch die Opferschutzanwältin bedroht worden. Nach Beginn des Prozesses hatte bereits der Vorsitzende Richter die Öffentlichkeit zur Besonnenheit ermahnt, nachdem Verteidiger angefeindet worden seien.

          Der Prozess hat Ende Juni begonnen. Angeklagt sind elf Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren, die meisten von ihnen Flüchtlinge. Ihnen wird Vergewaltigung oder unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Sie sollen die 18-Jährige vergewaltigt oder ihr nicht geholfen haben. Die Angeklagten bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen.

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