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Fahrgäste bedroht : Geldstrafe wegen Nazi-Parolen in Regionalzug

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Tatort Regionalbahn: Weil er Nazi-Parolen in einem Zug rief und Fahrgäste mit einem Messer bedrohte, ist ein Mann vom Frankfurter Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden Bild: dpa

Weil er Nazi-Parolen in einem Regionalzug rief und Fahrgäste mit einem Messer bedrohte, ist ein Mann vom Frankfurter Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Ungewöhnlich war seine Verteidigung.

          Ein betrunkener Mann bedrohte Fahrgäste in einem Regionalzug und rief „Sieg Heil“, nun ist er zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Mit einem Messer in der Hand drohte der 52 Jahre alte Mann dem Urteil des Frankfurter Amtsgericht vom Donnerstag zufolge: „Ich stech euch alle ab.“ Zuvor war er in dem voll besetzten Zug zwischen Wiesbaden und Frankfurt zwei dunkelhäutige Fahrgäste verbal angegangen.

          Erst durch das Eingreifen eines Polizeibeamten in Zivil konnte er entwaffnet und am Frankfurter Hauptbahnhof der Polizei übergeben werden. Das Amtsgericht verurteilte den Mann zu 1300 Euro Geldstrafe (130 Tagessätze).

          Ohne Verteidigung vor Gericht

          Vor Gericht zeigte sich der mehrfach einschlägig vorbelastete Mann uneinsichtig. Infolge seiner Alkoholisierung wollte er sich an Einzelheiten allerdings nicht mehr erinnern. Das Gericht verurteilte ihn, weil er Zeichen verfassungswidriger Organisationen verwendete, sowie wegen Bedrohung.

          Aufgrund seiner Alkoholisierung ging das Gericht von einer eingeschränkten Schuld- und Steuerungsfähigkeit aus. Die Staatsanwaltschaft hatte eine geringfügig höhere Geldstrafe beantragt. Der Mann war ohne Verteidigung vor Gericht.

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