https://www.faz.net/-gum-98zwg

Angriff von außen : Mehr als 20 Tote bei Gefängnisausbruch in Brasilien

  • Aktualisiert am

Ein Polizeifahrzeug vor der Einfahrt zum Gefängnis in Belem. Bild: AFP

Schwer bewaffnete Angreifer wollen die Mauer eines brasilianischen Gefängnisses sprengen und Insassen befreien. Es gibt Schusswechsel und viele Tote. Ob der Ausbruch gelang, ist noch unklar.

          Mindestens 21 Menschen sind am Dienstag bei einem Gefängnisausbruch in Belem im Norden Brasiliens ums Leben gekommen. Nach Medienberichten hatten Komplizen der Inhaftierten eine Außenmauer des Gefängnisses Santa Izabel gesprengt und die Wächter unter Beschuss genommen. Sicherheitsbehörden sprachen von einer „extrem schwer bewaffnete Gruppe“. Bei Explosion und Schusswechseln seien ein Polizist, fünf Gefängnisinsassen sowie 15 mutmaßliche Komplizen getötet worden. Die Behörden berichtigten frühere Angaben, nach denen es 23 Tote gegeben habe.

          Fünf Gefängniswärter wurden verletzt. Aus den Berichten ging nicht hervor, ob eventuell Gefangenen die Flucht gelungen war. Die Angreifer versuchten, eine Gefängnismauer mit Sprengstoff zu durchbrechen und wurden bei der Schießerei mit den Gefängniswärtern von ebenfalls bewaffneten Insassen unterstützt, erklärte ein Regierungssprecher von Pará.

          In der Haftanstalt Santa Izabel gab es zuletzt nach Angaben vom Februar 660 Insassen, bei einer maximalen Kapazität von 432 Häftlingen. Ein Bericht der Gefängnisaufsicht hatte im Februar vor der Gefahr eines Fluchtversuchs mit Unterstützung von außen gewarnt.

          In Brasiliens Gefängnissen kommt es wiederholt zu Meutereien mit Todesopfern. Im November 2017 waren 14 Häftlinge aus der Anstalt Santa Izabel geflüchtet. Ein weiterer Fluchtversuch im Januar war gescheitert.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kamala Harris : Patriotisch gegen Trump

          Kamala Harris ist die neueste Kandidatin, die 2020 gegen Donald Trump antreten will. Sie war die zweite schwarze Senatorin in der Geschichte des Landes und will als erste Präsidentin abermals Geschichte schreiben.

          Handball-WM : Kroatiens Wut auf die Schiedsrichter

          Deutschland spielt ohnehin dank des Publikums in der Kölner Halle quasi zu acht bei der Handball-WM: Die Kroaten monieren nach der 21:22-Niederlage, dass zudem die Schiedsrichter geholfen hätten.
          Charlotte Brontës junge Heldin war beim Blättern in einem Buch glücklich wie selten. Diese speziell dafür vorbereitete Ausgabe von „Jane Eyre“ lässt sich nach der Lektüre so falten, dass – wahlweise — eine Aufforderung oder eine Verlockung zu lesen ist.

          Erklärung von 130 Forschern : Zur Zukunft des Lesens

          Bildschirme und bedrucktes Papier sind als Lesemedien nicht gleichwertig: Mehr als 130 Leseforscher aus ganz Europa haben eine Erklärung zur Zukunft des Lesens im Zeitalter der Digitalisierung unterzeichnet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.