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Fall Gabby Petito in den USA : Er hat seine Verlobte getötet

  • -Aktualisiert am

Mit vielen Schildern wie diesem drückten die Menschen ihre Trauer aus. Bild: Reuters

Die Suche nach der 22 Jahre alten Gabby Petito ging im vergangenen Sommer um die Welt. Wochen später fand die Polizei ihre Leiche – ihr Verlobter nahm sich das Leben. Davor soll er gestanden haben, Gabby getötet zu haben.

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          Die amerikanische Reisebloggerin Gabrielle „Gabby“ Petito, deren Leichnam nach wochenlanger Suche im September in einem Nationalpark in Wyoming gefunden wurde, ist von ihrem Verlobten Brian Laundrie getötet worden. Wie die Bundespolizei (FBI) am Freitag bei der Veröffent­lichung des Abschlussberichts zu den Ermittlungen mitteilte, habe der Dreiundzwanzigjährige die Tat in einem Notizheft zugegeben. Polizeibeamte hatten das Heft im Oktober in einem Sumpfgebiet in Florida neben Laundries sterblichen Überresten entdeckt.

          Die Obduktion ergab, dass sich Petitos Verlobter durch einen Kopfschuss das Leben genommen hatte. Ob er in dem Notizheft auch Angaben zu Motiv und Umständen des Todes der Zweiundzwanzigjährigen machte, gab das FBI nicht bekannt. Laut Abschlussbericht soll Brian Laundrie nach Petitos Tod aber bewusst Textnachrichten zwischen ihrem und seinem Mobiltelefon verschickt haben. „Er wollte der Polizei den Eindruck vermitteln, dass Petito noch am Leben sei“, fasste das FBI zusammen.

          Das Paar war im Juli in einem ausgebauten Camper aus Florida in den Westen der Vereinigten Staaten aufgebrochen. In den folgenden Wochen veröffentlichte „Gabby“ in sozialen Medien Fotos und Videos der Reise. Die Einträge zeigten sie ausgelassen und verliebt an Laundries Seite. Wie nach Petitos Verschwinden Ende August bekannt wurde, kam es unterwegs aber zu Spannungen.

          Mitte August riefen Zeugen in Moab im Bundesstaat Utah die Polizei, als Petito und Laundrie in Streit gerieten. Obwohl Laundrie Verletzungen an Gesicht und Hals hatte und auch Petito Hinweise auf Handgreiflichkeiten aufwies, verzichteten die Beamten damals aber auf weitere Ermittlungen. Nach einem 75 Minuten langen Gespräch und der Auflage, eine Nacht getrennt voneinander zu verbringen, ließen sie das Paar ziehen.

          Eine Untersuchung durch das Price City Police Department belegte in der vergangenen Woche Verstöße der Beamten gegen Dienstvorschriften. Sie hätten Petito, die Handgreiflichkeiten gegen Laundrie eingeräumt hatte, und unter Umständen auch ihren Verlobten vor­laden oder festnehmen müssen. „Wäre Gabby heute noch am Leben, wenn der Fall anders behandelt worden wäre? Das weiß niemand, und das werden wir auch nie wissen“, heißt es in dem Bericht. Knapp zwei Wochen nach dem Polizeieinsatz in Moab er­würgte Laundrie seine Verlobte auf einem Campingplatz im Grand-Teton-Nationalpark in Wyoming, verscharrte ihren Leichnam und fuhr zurück nach Florida. Dort beging Laundrie zwei Monate nach Petitos Tod Suizid, ohne mit ihren Eltern oder dem FBI gesprochen zu haben.

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