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Für Polizistenmörder gehalten : Fußgänger macht sich in Amerika verdächtig

  • Aktualisiert am

Will es den Polizisten leichter machen und trägt den Ausweis um den Hals: James Tully Bild: Reuters

Weil er einem flüchtigen Polizistenmörder ähnlich sieht und zu Fuß zur Arbeit geht, wird ein Amerikaner jeden Tag von der Polizei kontrolliert. Nun haben Nachbarn für ihn gesammelt - damit er sich ein Auto kaufen kann.

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          Ein Mann im amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania wird wegen seiner leichten Ähnlichkeit mit einem mutmaßlichen Polizistenmörder, der sich seit Wochen auf der Flucht befindet, immer wieder von der Polizei gestoppt. Er sei so oft kontrolliert worden, dass er aufgehört habe, zu zählen, sagte James Tully dem Lokalsender WNEP. Es seien deutlich mehr als 20 Mal gewesen.

          Da er täglich mehrere Kilometer zur Arbeit läuft, halten ihn die Ermittler für den flüchtigen Täter, der Mitte September einen Polizisten erschoss, einen weitere verletzte und sich seitdem im Wald von Pennsylvania versteckt halten soll. Das FBI führt den Verdächtigten als einen der meistgesuchten Kriminellen.

          Mit diesem Steckbrief fahndet das FBI nach dem mutmaßlichen Polizistenmörder

          Wegen der groß angelegten Suche mussten bereits Straßen gesperrt und Schulen geschlossen werden. Der unschuldige Anwohner trage seinen Ausweis um den Hals, um schneller kontrolliert werden zu können, sagte er. Um ihn nicht länger zur Zielscheibe der Fahnder werden zu lassen, nähmen Anwohner ihn inzwischen im Auto mit.

          In einer Spenden-Sammelaktion kamen laut CNN zudem 22.000 Dollar aus der Gemeinde zusammen, damit der Mann sich ein Auto kaufen und endlich von den fieberhaft suchenden Ermittlern in Ruhe gelassen wird.

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