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Illegale Autorennen : Tunnel-Raser in Düsseldorf verurteilt

Das Amtsgericht Düsseldorf hat einen Raser für zwei waghalsige illegale Rennen verurteilt. Bild: dpa

Führerschein weg, Auto eingezogen und 3750 Euro Geldstrafe: Das Amtsgericht Düsseldorf hat einen Raser für zwei waghalsige illegale Rennen verurteilt.

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          Wegen zwei illegaler Autorennen auf einem Teilstück der Autobahn 46 mitten in Düsseldorf ist ein 24 Jahre alter Mann zu einer Geldstrafe in Höhe von 3750 Euro und einer Sperre von drei Monaten bis zu einem Neuantrag für einen Führerschein verurteilt worden. Zudem wurde sein hoch motorisierter Wagen als Tatwerkzeug eingezogen.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Nach Überzeugung des Amts­gerichts hatte sich der Mann im Januar und März 2021 mit zwei weiteren Autofahrern auf der A 46 bei Tempo 156 und 176 Rennen geliefert. Einer von mehreren Zeugen, die die drei Männer aus Solingen, Wesseling und Krefeld beobachtet hatten, konnte be­richten, wie sich in jener Nacht plötzlich vor ihm die Fahrer eines Audi R8, eines Mercedes AMG und eines BMW M3 nebeneinander auf den drei Fahrstreifen zu einem Beschleunigungsrennen formierten. Die Fahrer überholten sich und andere Verkehrsteilnehmer in höchst gefährlichen und rücksichtslosen Manövern. Auch durch den Tunnel unter dem Düsseldorfer Universitätsgelände – in dem Tempo 80 gilt – rasten die drei mit ex­trem hoher Geschwindigkeit.

          Weil sie dabei von Überwachungskameras gefilmt wurden, hatten die Verkehrsermittler umgehend eine erste Spur. Die Beamten fanden dann heraus, dass die jungen Männer in der Chatgruppe „PS-Niederrhein“ mit ihrer Raserei prahlten und Raser­Videos teilten. Auf einem Film war ein Rennen auf der A 3 bei Lever­kusen bei einer Geschwindigkeit von 305 Kilometern in der Stunde zu sehen. Dafür konnte der Mann nach Einschätzung des Gerichts aber nicht verurteilt werden, weil nicht geklärt werden könne, ob er damals tatsächlich am Steuer saß. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Audi-Fahrer hat bereits einen Strafbefehl akzeptiert, der BMW-Fahrer wurde zu einer Geldstrafe von 2700 Euro verurteilt.

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