https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/frankreich-wie-drei-kirchen-taeglich-opfer-von-vandalismus-werden-16126897.html

Vandalismus in Frankreich : Die Kirche brennt

Mitte März in Paris: Die Feuerwehr löscht den Brand in der Kirche Saint-Sulpice. Bild: Reuters

Täglich werden in Frankreich drei Gotteshäuser Opfer von Vandalismus. Von der katholischen Kirche wurden die Vorfälle lange nicht an die große Glocke gehängt – jetzt finden sie größere Aufmerksamkeit.

          3 Min.

          Zu Beginn des Jahres brannte in Grenoble die Kirche Saint-Jacques. Mehr als hundert Menschen mussten aus umliegenden Wohnhäusern evakuiert werden. Eine Anarchistengruppe namens „Des courts-circuits“ (Kurzschlüsse) bekannte sich zur Brandstiftung. Die Polizei reagierte skeptisch und ging nicht von einem Anschlag aus.

          Jürg Altwegg
          Freier Autor im Feuilleton.

          Im März brannte es an einem Sonntagmorgen in der Kirche Saint-Sulpice im sechsten Pariser Arrondissement. Der Parteiführer der Republikaner, Laurent Wauquiez, verurteilte das Feuer auf Twitter als Angriff auf die Christenheit. Der Erzbischof von Paris, Michel Aupetit, wollte keine vorschnellen Schlüsse ziehen: „Noch wissen wir nichts über das Motiv.“ Fest steht nur: Es war Brandstiftung.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Mordwerkzeug: Sergej Mironow, der Leiter der Fraktion „Gerechtes Russland – für die  Wahrheit“ in der Staatsduma, präsentiert einen Vorschlaghammer mit einer persönlichen Widmung von der privaten Söldnerfirma Wagner.

          Russlands Ideologie des Todes : Das Imperium mit dem Vorschlaghammer

          Auf dem Weg nach Walhalla: Die private Söldnertruppe Wagner mit ihrer demonstrativen Brutalität bestimmt zunehmend den politischen Ton in Russland. Männer werden auf den Tod in der Schlacht eingeschworen. Ein Gastbeitrag.
          Mao etablierte ein System geheimer „interner Referenzmedien“, das dem Regime bis heute Informationen liefert.

          Geheimberichte Chinas : Pekings Informanten und die Folgen der Zensur

          Über interne Kanäle lässt Peking sich über die Lage im Land wie Ausland informieren. Der Sinologe Daniel Leese hat historische Geheimberichte analysiert – und untersucht, wie das Regime selbst den Informationsfluss stoppt.