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Hahn erschossen : Nachbar zu fünf Monaten verurteilt

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In Frankreich ein angesehenes Tier: der Hahn Bild: AFP

In Frankreich hat ein Mann den Nachbarshahn Marcel erschossen. Dafür muss der Täter nun eine fünfmonatige Bewährungsstrafe verbüßen.

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          In Frankreich muss sich ein Mann dafür verantworten, den Hahn der Nachbarn erschossen zu haben. Das berichtete „Le Figaro“ bereits am Montagabend. Der Täter hatte im Mai den Hahn seiner Nachbarn getötet, weil er mit dessen lauten „Kikerikis“ nicht zurecht kam. Das Gericht verurteilte ihn zu fünf Monaten Bewährungsstrafe. Außerdem muss er 300 Euro Strafe zahlen und darf für drei Jahre keine Waffen tragen.

          Der Verurteilte bereut seine Tat, wie es beim Nachrichtensender „France Info“ hieß: „Ich war verzweifelt, ich konnte nicht mehr“, sagte er demnach. Für die Familie hatte der Hahn eine große Bedeutung. Der Familienvater sprach von einem „barbarischen Akt“, der den „kleinen Hafen des Friedens“ zerstört hätte.

          Das Geflügeltier, das den Namen Marcel trug und im Departement Ardèche im Südosten des Landes lebte, wurde bereits im Mai getötet. Der Besitzer startete nach dem Vorfall im Frühjahr eine Petition, die für die Gerechtigkeit des Hahns eintrat und von 100.000 Personen unterschrieben wurde.

          An Gockeln haben sich in Frankreich schon mehrere justitiable Streits entbrannt. Im Juni starb Maurice, Frankreichs bis dato wohl bekanntester Hahn. Auch er hatte für einen Nachbarschaftsstreit gesorgt – samt Prozess, den Maurice damals gewann. Ihm warfen die Besitzer einer Ferienwohnung vor, sie mit seinem frühen Morgengruß regelmäßig um den Schlaf zu bringen.

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