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Frankreich : Mutmaßlicher Schütze von Paris gefasst

  • Aktualisiert am

Polizeiblockade: In diesem Parkhaus in Bois Colombes außerhalb von Paris machten die Sicherheitsbehörden den Täter dingfest Bild: AP

Nach tagelanger Großfahndung ist die französische Polizei erfolgreich: Der mutmaßliche Schütze von Paris ist gefasst. Ein DNA-Test weist auf den Verdächtigen als Täter hin.

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          Nach mehrtägiger Großfahndung hat die französische Polizei den mutmaßlichen Schützen von Paris gefasst. Wie die Pariser Staatsanwaltschaft in der Nacht zum Donnerstag mitteilte, ergab ein DNA-Test, dass es sich bei dem am Vorabend festgenommenen Verdächtigen um den gesuchten mutmaßlichen Täter handelt. Der Mann hatte am Montag an verschiedenen Orten in Paris um sich geschossen und unter anderem einen Menschen schwer verletzt.

          „Es handelt sich um den Schützen“, hieß es aus Kreisen der Ermittler. Der Mann war am Mittwochabend nach einem Augenzeugenhinweis in einem Parkhaus im westlichen Pariser Vorort Bois-Colombes aufgespürt worden. Er befand sich demnach in einem „halbwachen Zustand“, der wahrscheinlich auf eine Überdosis von Medikamenten zurückzuführen sei. Diese habe der Mann möglicherweise in Selbstmordabsicht eingenommen.

          DNA-Test als Beweis

          Der Mann konnte zunächst nicht vernommen werden und wurde in ein Pariser Krankenhaus gebracht; die Ermittler nahmen einen DNA-Test vor. Dieser ergab, dass der Festgenommene mit dem mutmaßlichen Schützen identisch ist, der am Montag im Gebäude der Zeitung „Libération“ und im Geschäftsviertel La Défense um sich geschossen sowie einen Autofahrer als Geisel genommen hatte. Durch die Schüsse im „Libération“-Gebäude war ein 23 Jahre alter Foto-Assistent schwer verletzt worden.

          Erfolgreiche Fahndung: Mit diesen Bildern von Überwachungskameras fahndete die Polizei Bilderstrecke
          Erfolgreiche Fahndung: Mit diesen Bildern von Überwachungskameras fahndete die Polizei :

          Die Polizei hatte daraufhin eine Großfahndung eingeleitet. Bei dem Festgenommenen handelt es sich nach Angaben der Polizei um Abdelhakim D., der 1998 in dem berüchtigten Kriminalfall Florence Rey verurteilt worden war. Der Fall Florence Rey hatte Frankreich 1994 in Atem gehalten. Die Studentin hatte damals zusammen mit ihrem Freund eine Polizeiwache überfallen, um sich Waffen für einen Bankraub zu beschaffen. Bei einer Verfolgungsjagd wurden drei Polizisten, ein Taxifahrer und ihr Freund getötet.

          D., der zumindest früher dem linksextremen Milieu angehört haben soll, wurde vier Jahre später zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt, weil er dem Paar ein Gewehr beschafft hatte. Unmittelbar nach der Verurteilung kam er im Alter von 33 Jahren frei, da er die Strafe bereits durch die Untersuchungshaft abgesessen hatte.

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