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Opernplatz-Party : Dutzende Festnahmen bei Randale in Frankfurt

Nimmt zu den Krawallen Stellung: der Frankfurter Polizeipräsident Gerhard Bereswill Bild: dpa

Bei Ausschreitungen auf dem Frankfurter Opernplatz sind in der Nacht zum Sonntag rund 40 Personen festgenommen worden. Acht befanden sich am Sonntagmorgen noch im polizeilichen Gewahrsam.

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          Auf dem Frankfurter Opernplatz ist es in der Nacht zu Sonntag zu größeren Ausschreitungen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hatten am späten Abend zunächst rund 3000 Menschen gefeiert, als aus der Menge heraus plötzlich rund 20 Personen aneinandergerieten und sich eine größere Schlägerei entwickelte. Eine Gruppe Polizisten bahnte sich daraufhin den Weg durch die Menge, um einzugreifen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums die Situation später beschrieb. Daraufhin seien die Beamten selbst angegriffen worden. Zahlreiche Besucher des Opernplatzes hätten sich mit den Personen, die an der Schlägerei beteiligt gewesen seien, solidarisiert. Die Beamten wurden mit Flaschen und Gläsern beworfen, mehrere von ihnen wurden verletzt.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Polizei ging schließlich mit einem Großaufgebot gegen die Randalierer vor. Dabei räumten sie schließlich auch den Platz. 39 Menschen wurden festgenommen, darunter befindet sich eine Frau. Acht von ihnen befanden sich am Sonntagmorgen noch in Gewahrsam. Die Festgenommenen sind alle zwischen 17 und 21 Jahre alt, neun kommen aus Frankfurt, die übrigen aus dem Umland (Offenbach, Hanau, Limburg). Zu den Festgenommenen sagte Polizeipräsident Gerhard Bereswill am Sonntagmittag: „Derzeit wird auch der jeweilige aufenthaltsrechtliche Status der Personen geprüft. Ein nicht geringerer Teil der Festgenommenen hat einen Migrationshintergrund.“

          Der Polizeipräsident zeigte sich angesichts der Vorfälle bestürzt. „Sehr schlimm, was sich heute Nacht entladen hat. Das macht mich fassungslos.“ Wie berichtet, hat sich der Opernplatz seit etwa zwei Monaten zur Partymeile entwickelt. Besonders an den Wochenenden feiern dort Tausende Menschen. Bisher blieb es dabei friedlich. Die Stadt hatte zuletzt auf die zunehmende Vermüllung reagiert, indem sie Sonderreinigungen vorgenommen und Mülltonnen aufgestellt hatte. Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) hat zusätzlich auch die Stadtpolizei auf  diesem zentralen Platz aufgestellt.

          „Es gibt derzeit eine Kumulation von ungerechtfertigten Vorwürfen. Bestimmte Gruppen fühlen sich bestärkt, vor allem dann, wenn Alkohol ins Spiel kommt, Polizisten anzugreifen“, sagt der Polizeipräsident. Bereswill will sich nicht festlegen, ob eine Sperrung des Platzes im Angesicht der Vorfälle sinnvoll wäre. Diese habe möglicherweise nur eine Verdrängung zur Folge. „Man wird nun genau überlegen müssen, was man tut.“

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