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Florida : Streit um Beschneidung eines kleinen Jungen

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Chases Vater Dennis Nebus (rechts) mit seinen Anwälten Bild: AP

Vor einigen Jahren hatte Heather Hironimus noch zugestimmt, ihren Sohn Chase beschneiden zu lassen. Heute ist der Junge vier Jahre alt und fürchtet sich vor der Operation. Seine Mutter will sie ihm ersparen – und wird festgenommen.

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          Heather Hironimus, einer Mutter aus dem amerikanischen Bundesstaat Florida, droht der Umzug aus dem Frauenhaus in ein Gefängnis. Ein Gericht ordnete am Dienstag die Festnahme der Fünfunddreißigjährigen an, weil sie die Beschneidung ihres Sohnes verweigert hatte und nicht zu einer Anhörung erschienen war.

          In einem Streit mit dem Vater des vier Jahre alten Chase, mit dem sich Hironimus das Sorgerecht teilt, hatten mehrere Gerichte gegen die Mutter geurteilt. Sie hatte ihr 2012 schriftlich erteiltes Einverständnis zur Zirkumzision zurückgezogen, weil Chase Angst vor dem Eingriff habe. Außerdem wolle dem Jungen keine unnötige Vollnarkose zumuten. Ihr Anwalt teilte mit, sie halte sich mit dem Kind in einem Frauenhaus im Süden des Bundesstaates versteckt.

          Traditionell wurde bislang fast jeder zweite Amerikaner beschnitten. Inzwischen soll sich nur noch etwa jedes dritte Elternpaar dazu entschließen. In der jüdischen Gemeinde ist die Beschneidung üblich, doch Chases Familie ist nicht jüdisch. Sein Vater möchte die Beschneidung vielmehr aus prophylaktischen Gründen: Die vereinfachte Hygiene kann Krankheiten verhindern. Diverse Wählerinitiativen fordern, die Zirkumzision als Genitalverstümmelung zu verbieten.

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