https://www.faz.net/-gum-7lb4a

Florida : Kinobesucher wegen Handygeräuschen erschossen

  • Aktualisiert am

Bild: REUTERS

In Florida ist ein Kinobesucher getötet worden - weil er während eines Films SMS verschickte. Ein anderer Zuschauer fühlte sich von den Handygeräuschen so gestört, dass er eine Waffe zog und schoss.

          Ein 71 Jahre alter Ex-Polizist hat in einem Kino in Florida einen anderen Besucher erschossen, weil dieser mit seinem Handy hantierte und eine SMS verschickte. Die Ehefrau des 43 Jahre alten Opfers sei durch einen Schuss in die Hand verletzt worden, teilte Sheriff Chris Nocco in Tampa am Montag (Ortszeit) mit. Der Schütze sei festgenommen worden.

          Vor Beginn des Films - auf dem Programm stand das Kriegsdrama „Lone Survivor“ mit Mark Wahlberg - sei es zum Streit zwischen den beiden Männern gekommen. Der mutmaßliche Täter, der mit seiner Frau eine Reihe hinter dem Opfer saß, fühlte sich demnach von den Geräuschen gestört, die das Paar beim Versenden der SMS machte und protestierte. Der Dreiundvierzigjährige entgegnete nach Berichten von Augenzeugen, er habe bloß seiner kleinen Tochter eine Nachricht geschickt.

          Der Einundsiebzigjährige sei dann aufgestanden, vermutlich um sich bei den Kinobetreibern zu beschweren. Nach seiner Rückkehr sei es zu einem neuen Wortgefecht gekommen. Schließlich habe der Mann  eine Pistole gezogen und geschossen. „Es ist absolut verrückt, dass es wegen einer solchen Sache einen derartigen Ausbruch von Gewalt geben kann“, sagte Sheriff Nocco.

          Unter den 25 Kinobesuchern in der Kleinstadt Wesley Chapel (45.000 Einwohner) befand sich ein Polizist, der den Schützen festnahm. Zwei ebenfalls anwesende Krankenschwestern kümmerten sich um den Verletzten, der jedoch kurz danach im Krankenhaus starb, wie der TV-Sender Baynews9 berichtete.

          Im Juli 2012 hatte ein Amokläufer während einer Kinopremiere in Colorado zwölf Menschen erschossen und 58 verletzt. „Alle Welt ist paranoid und verängstigt, weil ein Kino ein sicherer Ort sein sollte, um sich zu vergnügen“, sagte Sheriff Nocco. „Aber Amerika hat in den vergangenen Jahren gesehen, dass Kinos gefährliche Orte geworden sind, in denen man verletzt werden kann.“

          Weitere Themen

          Hilfe durch streng strukturierte Tage

          Suchthilfe : Hilfe durch streng strukturierte Tage

          Ein neues Leben aufbauen fern von Suchtmitteln. Cleantime im Eifelort Mayen versucht, kranken Menschen eine Perspektive zu zeigen.

          Das Hobby als Problem

          Mediensucht : Das Hobby als Problem

          Sie hängen stundenlang am Smartphone und Computer und stranden dann bei Michael Krämer. Der Psychotherapeut hilft mediensüchtigen Jugendlichen.

          Topmeldungen

          Brasilien-Star für Bundesliga : Das ist der Bayern-Plan mit Coutinho

          Der Transfer-Coup ist gelungen, Philippe Coutinho ist ein Münchner. Doch wie soll der Brasilianer den Bayern nun am besten auf dem Rasen helfen. Die Vorstellungen der Münchner bei diesem Ein-Mann-Projekt sind klar.
          Unser Sprinter-Autor: Timo Steppat

          F.A.Z.-Sprinter : Eine Ursula-Koalition für Italien?

          In Italiens Regierungskrise entscheidet sich, ob es Neuwahlen gibt, „Fridays for Future“ feiert Geburtstag – und in Brandenburg denkt man über eine Kenia-Koalition nach. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.