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In Flensburg : Marineausbilder von Misshandlungsvorwurf freigesprochen

  • Aktualisiert am

Die mutmaßlich misshandelten Kadetten sollen vor der Tat seemännische Fehler gemacht haben (Archivbild). Bild: dpa

Der Marineausbilder, der Kadetten körperlich misshandelt haben soll, ist in Flensburg freigesprochen worden. Anhaltende Zweifel ließen der Richterin keine Wahl – trotz möglicher „Körperlichkeiten im Grenzbereich“.

          Der wegen Misshandlung von Offiziersanwärtern angeklagte Ausbilder der Marine ist vom Amtsgericht Flensburg freigesprochen worden. Die Zweifel, die sie habe, ließen keine andere Möglichkeit zu, sagte die Richterin am Dienstag. Der Berufssoldat war angeklagt, bei einer Ausbildungsfahrt in der dänischen Südsee im September 2016 einen Gefreiten mit dem Fuß in den Rücken getreten zu haben. Einem anderen soll er mit dem Knie in den Rücken getreten und ein anderes Mal mit der Hand in den Nacken geschlagen haben. Die Kadetten sollen zuvor seemännische Fehler gemacht haben.

          Sie gehe nicht davon aus, dass die betroffenen Offiziersanwärter bewusst die Unwahrheit gesagt haben, sagte die Richterin. Allerdings hätten die Aussagen kein rundes Bild ergeben. Zudem waren sie im Detail doch sehr unterschiedlich. Für die Richterin steht zwar fest, dass es Körperlichkeiten, vielleicht auch Körperlichkeiten im Grenzbereich gegeben hat. Aber Tritte oder Schläge mit Vorsatz ließen sich ihrer Ansicht nach nicht feststellen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 70 Euro gefordert. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

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