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In Italien : Mutmaßliche Mafia-Verbindungen in Gesundheitsbehörde

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Auch Schutzausrüstung gegen das Coronavirus wurde in italienischen Krankenhäusern veruntreut. Bild: dpa

Sie stahlen Masken und Schutzbekleidung von Ärzten: In Italien wurden neun Verdächtige festgenommen, die die kalabrische Gesundheitsbehörde unterwandert haben sollen. Sie stehen im Verdacht, Verträge zugunsten der Mafia manipuliert zu haben.

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          Die italienische Polizei hat neun Verdächtige wegen mutmaßlich zugunsten der Mafia manipulierter Verträge mit der kalabrischen Gesundheitsbehörde festgenommen. Wie die Finanzpolizei in Reggio di Calabria im Süden des Landes am Montag mitteilte, stahlen die Verdächtigen zudem Masken und andere Schutzbekleidung von Ärzten und Pflegepersonal. Die Verdächtigen hätten sogar Schutzbekleidung aus Notaufnahmen veruntreut.

          Die Region Kalabrien kämpft seit Jahrzehnten gegen die Unterwanderung der öffentlichen Behörden, insbesondere des Gesundheitssystems, durch die Mafia-Organisation ’Ndrangheta. In den vergangenen zehn Jahren wurde die verschuldete Gesundheitsbehörde bereits zwei Mal wegen ihrer Verbindungen zur ’Ndrangheta aufgelöst.

          Die nun festgenommenen Verdächtigen, die nach Polizeiangaben unterschiedlichen Clans angehören, sollen auch lukrative Aufträge für die Reinigung von Krankenhäusern erhalten haben. Zudem sollen sie falsche Rechnungen ausgestellt und einige Angestellte gezwungen haben, ihnen monatlich einen Teil ihres Gehalts in Höhe von jeweils rund 250 Euro zu überlassen.

          Zu den Verdächtigen gehören unter anderem der Finanzdirektor der Gesundheitsbehörde in Reggio Calabria sowie ein Politiker. Nach Angaben der Polizei stellte sie weitere sieben Verdächtige unter Hausarrest und beschlagnahmte bei fünf Verdächtigen Vermögen im Wert von zwölf Millionen Euro.

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