https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/fbi-setzt-deutsch-bulgarische-kryptobetruegerin-auf-fahndungsliste-18142271.html

Wegen Milliarden-Betrugs : FBI setzt „Krypto-Queen“ auf Fahndungsliste

  • Aktualisiert am

Dieser Screenshot aus einem Video zeigt Ruja Ignatova bei einem Interview im Jahr 2019. Bild: YouTube/OneCoin/Screenshot F.A.Z

Die Erfinderin der betrügerischen Kryptowährung OneCoin soll laut US-Gerichtsdokumenten mindestens 3,4 Milliarden Dollar erbeutet haben. Es wurde ein Kopfgeld in Höhe von 100.000 Dollar ausgesetzt.

          1 Min.

          Die US-Bundespolizei FBI hat die deutsch-bulgarische mutmaßliche Kryptobetrügerin Ruja Ignatova auf ihre Liste der zehn meistgesuchten Verdächtigen gesetzt. Das FBI setzte am Donnerstag ein Kopfgeld in Höhe von 100.000 Dollar (rund 95.000 Euro) auf die 42-Jährige mit dem Spitznamen „Krypto-Queen“ aus. Die Polizeibehörde warnte, die Erfinderin der betrügerischen Kryptowährung OneCoin habe vermutlich bewaffnete Bewacher oder Komplizen.

          Womöglich mehr als vier Milliarden Dollar erbeutet

          Zielfahnder des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen hatten Ignatova im Mai weltweit zur Fahndung ausgeschrieben. Die 42-Jährige ist seit Oktober 2017 untergetaucht, ihr Aufenthaltsort ist unbekannt. Sie verschwand nach einer Reise von der bulgarischen Hauptstadt Sofia in die griechische Hauptstadt Athen.

          Der in Bulgarien geborenen Frau mit deutscher Staatsbürgerschaft wird zur Last gelegt, Investoren in der ganzen Welt veranlasst zu haben, in die tatsächlich wertlose Kryptowährung zu investieren. US-Gerichtsdokumenten zufolge soll sie durch den Kryptobetrug mindestens 3,4 Milliarden Dollar erbeutet haben, womöglich sogar mehr als vier Milliarden Dollar. Betroffen waren Millionen von Anlegern.

          Ermittlern zufolge beruhte OneCoin nicht wie echte Kryptowährungen auf einer gesicherten und unabhängigen Blockchain-Technologie. Vielmehr soll Ignatova den vermeintlichen, angeblich stetig steigenden Wert von OneCoin selbst intern vorgegeben haben.

          Gegen Ignatova wird in Deutschland wegen gemeinschaftlichen Betrugs im besonders schwerem Fall sowie wegen Geldwäsche ermittelt. Im Mai wurde auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ ein öffentlicher Fahndungsaufruf zu ihr gezeigt.

          Topmeldungen

          Satellitenbilder zeigen die Zerstörung nach einem Angriff auf den russischen Militärstützpunkt Saki auf der Krim

          Nach Explosionen auf der Krim : Moskaus Angst vor den Ukrainern

          Die russischen Flugzeuge könnten nach dem Angriff auf der Krim zurückgezogen werden. Kiew äußert sich zurückhaltend. Ist das ein Mittel der Kriegspsychologie?
          Land unter: Hochwasser im Dresdner Zwinger am 16. August 2002

          Sachsen-Hochwasser 2002 : Eine Flut, die alles verändert hat

          Vor 20 Jahren versank Sachsen in bisher nie dagewesenen Wassermassen. Seitdem hat das Land viel Geld und Aufwand in den Hochwasserschutz investiert. Doch der Ministerpräsident sagt: Einen hundertprozentigen Schutz könne es nicht geben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.