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Aber kein Gefängnis : Fast sieben Jahre Haft nach Vergewaltigung auf Uni-Toilette

  • Aktualisiert am

Der Lichthof im Hauptgebäude der Ludwig-Maximilian-Universität in München (Symbolbild) Bild: Picture-Alliance

Bei dem Übergriff im Januar hatte der Täter seinem Opfer einen frisch verheilten Arm abermals gebrochen. Drei Tage später überfiel er auf derselben Toilette in der Ludwig-Maximilians-Universität wieder eine Studentin.

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          Er hat eine Studentin in einer Toilette der Münchner Uni vergewaltigt - am Freitag ist der Täter dafür zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Der Mann hatte die Tat gestanden. Das Landgericht München I attestierte ihm eine verminderte Schuldfähigkeit und ordnete seine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik an. Es bestehe „eine besondere Gefährlichkeit des Angeklagten für die Zukunft“, sagte der Vorsitzende Richter.

          Der 26-Jährige leidet laut dem Vorsitzenden Richter unter paranoider Schizophrenie und hörte zum Tatzeitpunkt Stimmen. Allerdings sei er nicht vollkommen von Sinnen gewesen. „Er wusste, dass er mit Frauen nicht gegen ihren Willen Sex haben darf.“ Die Verteidiger hatten auf Freispruch wegen Schuldunfähigkeit plädiert.

          Die Strafkammer ging von einer besonders schweren Vergewaltigung aus, weil der Angeklagte der Frau bei dem Übergriff zudem einen frisch verheilten Arm erneut gebrochen habe. Nach wie vor leide die Studentin unter Schmerzen und könne nicht länger als 30 Minuten schreiben. Der Mann war ihr Ende Januar auf die Damentoilette in der Ludwig-Maximilians-Universität gefolgt, hatte die Tür mit Gewalt geöffnet und die Frau vergewaltigt. Sie wehrte sich vergeblich.

          Auch wegen versuchter Vergewaltigung sprach die Strafkammer den Angeklagten schuldig. Drei Tage nach der ersten Tat hatte er auf derselben Toilette erneut eine Studentin überfallen. Als sie laut schrie, flüchtete er. Kurz darauf wurde der Mann in der Universität festgenommen. Zudem legte ihm das Gericht Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie eine weitere Körperverletzung zur Last, weil er bei seiner Festnahme einen Polizeibeamten mit einem Faustschlag verletzt hatte.

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