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Familiendrama : Dreifachmörder von Erbach tot aufgefunden

  • Aktualisiert am

Hat sich selbst gerichtet: Dreifachmörder von Erbach Bild: ddp

Der 20 Jahre alten Mann, der in Erbach seine Eltern und seine Großmutter ermordet hat, ist tot. Seine Leiche fand die Polizei in Ulm. Ob er sich mit dem von ihm gestohlenen Zyankali vergiftet hat, ist noch unklar.

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          Der Dreifachmörder von Erbach in Baden-Württemberg ist tot. Die Polizei fand die Leiche eines jungen Mannes am Dienstag in Ulm. Dabei handelt es sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei um den gesuchten 20jährigen.

          Der frühere Chemie-Student hatte am Montag seine Eltern und seine Großmutter erschossen. Wenige Stunden später raubte er in der Universität Ulm 20 bis 50 Gramm Zyankali. Mit dem Gift wollte sich der Mann selbst umbringen. Ob er die Substanz tatsächlich genutzt hat, um sich selbst zu richten, ist noch nicht sicher. Von Anfang an war die Gefahr, daß er das Pulver ins Trinkwasser einspeist und damit auch andere Menschen gefährden wolle, als sei eher gering eingestuft worden. Um einem erwachsenen Menschen zu töten, ist eine Dosis von mindestens 50 Milligramm Zyankali .

          Psychische Probleme

          Die Ermittler hatten das Areal an der Uni am Montag weiträumig abgesperrt und mit mehr als 300 Einsatzkräften abgesucht. Im Auto des Mannes hatten die Ermittler ein Schreiben gefunden, in dem er sich zu den Taten bekennt und einen Selbstmord ankündigt. Die Eltern und die 92 Jahre alte Großmutter waren am Morgen in dem 13.000-Einwohner-Ort Erbach südlich von Ulm tot gefunden worden.

          Fahndung an der Ulmer Uni

          Wahrscheinlich erschoß der 20jährige zunächst seinen 64 Jahre alten Vater und die sieben Jahre jüngere Mutter in der gemeinsamen Wohnung im Schlaf. Anschließend brachte er seine in einem nahegelegenen Altenheim wohnende Großmutter mit mehreren Schüssen um. Wie der Mann in den Besitz der Waffe - vermutlich eine Pistole - kam, konnte zunächst nicht geklärt werden. In der Familie hatte niemand eine Waffenbesitzkarte oder einen Waffenschein.

          Der mutmaßliche Täter hat nach Angaben der Ermittler psychische Probleme und war wiederholt in fachärztlicher Behandlung. Sein Studium der Chemie an der Universität Ulm hatte der junge Mann, der noch bei seinen Eltern lebte, im Frühjahr abgebrochen.

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