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Fall Urdangarin : Für den Schwiegersohn des spanischen Königs wird es eng

  • -Aktualisiert am

Soll angeklagt werden: Iñaki Urdangarín Bild: picture alliance / Elkin Cabarca

Bis zu 19 Jahre Haft drohen dem Schwiegersohn des spanischen Königs, denn die Staatsanwaltschaft bereitet die Anklageschrift vor. Iñaki Urdangarin werden Betrug, Geldwäsche und Dokumentenfälschung vorgeworfen.

          Der Staatsanwalt im „Fall Urdangarin“, Pedro Horrach, bereitet jetzt die Anklageschrift gegen den Schwiegersohn von König Juan Carlos vor. Nach spanischen Medienberichten vom Dienstag will er wegen einer Reihe von Delikten, darunter Betrug, Missbrauch öffentlicher Mittel, Geldwäsche und Dokumentenfälschung, eine Haftstrafe von bis zu neunzehn Jahren fordern.

          Die Ehefrau von Iñaki Urdangarin, die Infantin Cristina von Bourbon, soll hingegen von ihm nicht angeklagt werden. Weil sie aber von Geldern profitiert habe, die von Urdangarin in eine gemeinsame Firma umgeleitet wurden, werde von ihr wegen zivilrechtlicher Mithaftung eine Zahlung von voraussichtlich rund 600.000 Euro verlangt werden.

          Urdangarin hat noch die Möglichkeit, das potentielle Strafmaß durch einen Pakt mit der Staatsanwaltschaft auf nur bis zu vier Jahren Gefängnis zu verringern. Das würde aber die erklärte Bereitschaft zur Rückgabe von mutmaßlich „ergaunerten“ 6 Millionen Euro und ein Reuebekenntnis voraussetzen. Bislang hat der 46 Jahre alte ehemalige Handballprofi dem Vernehmen nach ein solches Angebot der Staatsanwaltschaft abgelehnt.

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