https://www.faz.net/-gum-a6860

Fall Maddie McCann : Nicht entlastet, nicht überführt

TV-Aufruf: Der Leitende Kriminaldirektor Christian Hoppe (li.) in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ am 3. Juni. Bild: dpa

Die Behörden sind sich ziemlich sicher: Der Deutsche Christian B. hat die verschwundene dreijährige Maddie McCann getötet. Aber werden sie es dem einzigen Verdächtigen nachweisen können?

          4 Min.

          Christian B. ist in seinem Leben sehr oft umgezogen. Seit dieser Woche hat er wieder eine neue Bleibe: Kurz vor seinem Geburtstag wurde der 43 Jahre alte Deutsche aus der Justizvollzugsanstalt Kiel ins Gefängnis nach Wolfenbüttel verlegt. Dort wird der Verdächtige im Fall Maddie nun wohl für längere Zeit bleiben. Christian B. muss in Niedersachsen eine siebenjährige Haftstrafe wegen Vergewaltigung absitzen, die der Bundesgerichtshof vor einigen Tagen für rechtskräftig erklärt hat.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Die Beamten des Bundeskriminalamts (BKA) sind über diese Entwicklung froh, denn so können sie weiter gegen Christian B. ermitteln, ohne befürchten zu müssen, dass dieser sich abermals ins Ausland absetzt. Das BKA folgt schon seit mehreren Jahren den Spuren zu Christian B. im Fall Maddie. Die Öffentlichkeit bekam davon erstmals am 3. Juni dieses Jahres etwas mit, als der Leitende Kriminaldirektor Christian Hoppe in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ auftrat.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Captagon-Tabletten, wie hier sichergestellt von italienischen Behörden in Neapel.

          Syrischer Rauschgifthandel : Die Drogenbarone von Damaskus

          Für das syrische Regime ist der Drogenschmuggel zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden. Nachbarländer sind alarmiert, und auch in der Bevölkerung regt sich Unmut.
          Lithium-Abbau in der Atacama-Wüste im Norden Chiles
am Uyuni-Salzsee in Bolivien (unten)

          Kampf um das „weiße Gold“ : Wettrüsten im Lithium-Dreieck

          Noch kommen viele Akkus nicht ohne den seltenen Rohstoff aus. Die Nachfrage steigt rasant in Südamerika, wo es die größten Lithium-Reserven der Welt gibt. Aber die Lage dort ist schwierig.